Er ist eine der Ikonen des US-Independent-Films und einer der gefragtesten Nebendarsteller Hollywoods. Mit seiner hageren Figur, den verschatteten... - Foto: Kurt Krieger http://images.e-media.de/flbilder/max12/kuk12/kuk08/u1208130/b150x150.jpg Steve Buscemi
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Steve Buscemi

  • Geburtstag
    13.12.1957
  • Geburtsort
    Brooklyn, New York

Er ist eine der Ikonen des US-Independent-Films und einer der gefragtesten Nebendarsteller Hollywoods. Mit seiner hageren Figur, den verschatteten Augen und den krummen und schlechten Zähnen spielte Steve Buscemi vor allem lebensfrohe Loser, ein Widerspruch, der beinahe alle seine ambivalenten Charaktere kennzeichnet. Buscemi war lebensmüder Sänger ("The Impostors"), Barhocker in Kneipen, arbeitsloser Bowling-Spieler ("The Big Lebowski"), Hotelangestellter, Kleingauner und Drifter, er verzehrte sich nach Elvis Presley ("Mystery Train"), spielte überkandidelte Regisseure ("Living in Oblivion"), heruntergekommene Drehbuchautoren ("In the Soup") und überforderte Entführer und Erpresser ("Fargo"). Buscemi war auch der Mr. Pink in Quentin Tarantinos "Reservoir Dogs". In Hollywood-Großproduktionen war Buscemi u.a. als Serienkiller in "Con Air" und als einer der Ölbohrer/Astronauten in "Armageddon" zu sehen. 1996 stellte er seine erste Regiearbeit "Trees Lounge" vor, in der er einen arbeitslosen Mechaniker spielte.

Vier Jahre später folgte sein nächster Film "Animal Factory", ein bedrückendes Drama über den amerikanischen Strafvollzug mit einem kahlrasierten Willem Dafoe und dem seit Jahren "verschwundenen" Mickey Rourke. Vor der Kamera war er 2000 in "28 Tage" als Psychologe und Klinikleiter Cornell und ein Jahr später in "Ghost World" als Außenseiter Seymour zu sehen, wofür er für den Golden Globe nominiert und mit dem Chlotrudis Awards sowie vielen weiteren Preisen ausgezeichnet wurde. Den Globe erhielt er schließlich 2011 für seinen größten Erfolg im Fernsehen, für seine Hauptrolle in der HBO-Serie "Boardwalk Empire" als ebenso charismatischer wie zwielichtiger Politiker und Gangster Nucky Johnson.

Buscemi führte auch in einigen Folgen der erfolgreichen US-Serie "Sopranos" Regie und übernahm in der fünften Staffel die Rolle des Tony Blundetto, eines Cousins des Hauptdarstellers, der jahrelang im Knast war. "Lonesome Jim" (2004) war seine nächste Regiearbeit: Besetzt mit Casey Affleck und Liv Tyler wird die Geschichte von einem erfolglosen Schriftsteller erzählt, der von New York wieder in seinen Geburtsort, einem Provinznest in Indiana, zurückkehrt. Leider blieb es nur bei der Nominierung zum Grand Jury Preis beim Sundance Filmfestival. Gemeinsam mit David Schechter schrieb er das Drehbuch für seinen 2007 inszenierten Film "Interview". Buscemi spielt den Journalisten Pierre Peders, der eine aufsteigende Soap-Opera-Schauspielerin (Sienna Miller) interviewen soll, was schlussendlich in amüsanten und dramatischen Match zweier Egos mündet.

Der Schauspieler ist seit 1987 mit Jo Andres verheiratet und hat zusammen mit ihr ein Kind.

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