Österreichische Schauspielerin und Sängerin. Unverkennbar mit ihrer heiseren rauen "Reibeisenstimme", hat Sophie Rois, hauptsächlich als... - Foto: Kurt Krieger http://images.e-media.de/flbilder/max10/kuk10/kuk38/u1038027/b150x150.jpg Sophie Rois
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Sophie Rois

  • Geburtstag
    01.06.1961
  • Geburtsort
    Ottensheim

Österreichische Schauspielerin und Sängerin. Unverkennbar mit ihrer heiseren rauen "Reibeisenstimme", hat Sophie Rois, hauptsächlich als Theaterschauspielerin aktiv, in zahlreichen Nebenrollen in über 50 Kino- und TV-Filmen mitgewirkt. Sie war in Filmen von Detlev Buck ("Wir können auch anders") zu sehen, spielte an der Seite von Johanna Wokalek ("Die Kirschenkönigin"), Iris Berben ("Die Patriarchin") und Barbara Auer ("Weihnachtsfieber") und gehörte als Erika Mann, Tochter von Thomas Mann, zum Ensemble von Heinrich Breloers "Die Manns - Ein Jahrhundertroman" (2001). Für ihre Leistung als mit ihrer Tochter in einem abgeschiedenen Bergdorf lebende Hannah, ehemalige Freundin eines Hamburger Architekten (Josef Bierbichler), der in Ina Weisses "Der Architekt" Traumata aufarbeitet, wurde Rois 2009 mit dem Deutschen Filmpreis als Beste Nebendarstellerin ausgezeichnet.

Sophie Rois wurde 1961 in Ottensheim, Oberösterreich, geboren und absolvierte ihre Schauspielausbildung 1983-86 am Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Sie spielte an mehreren Wiener Bühnen, ging 1987 nach Berlin, trat am Schillertheater auf und wurde 1993 festes Mitglied im Ensemble der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, wo sie Rosa Luxemburg und Sophie Scholl spielte und in Inszenierungen von Frank Castorf ("Des Teufels General"), Christoph Schlingensief, Christoph Marthaler und René Pollesch auftrat: "Für mich ist Theater eine der letzten großen kulinarischen Veranstaltungen, eben weil es Schweiß und Tränen kostet", findet Rois. 2004 war sie für den Nestroy-Theaterpreis nominiert.

Ihre Filmarbeit begann Sophie Rois als Friseuse in Detlev Bucks "Hopnick" (1990). Für Buck spielte sie in "Wir können auch anders" (1993) eine ostdeutsche Dörflerin, und in "Liebe deine Nächste" (1998) eine Schwester der Heilsarmee. Ihr bedeutendster Film der 90er-Jahre wurde Stefan Ruzowitzkys Drama "Die Siebtelbauern" (1998), wo sie als rebellische Magd Emmy zu den sieben Knechten und Mägden gehört, die in der Zwischenkriegszeit im österreichischen Mühlental einen Bauernhof erben und mit dem Projekt einer Kommune am Widerstand der Bauern scheitern.

Sophie Rois war in Sherry Hormans Komödie "Irren ist männlich", im Road Movie "Unter der Milchstraße" und als Angestellte eines Telefonsex-Callcenters an der Seite von Gruschenka Stevens in "Der schwarze Finger" zu sehen. Sie war die stets negativ denkende WG-Freundin von Fritzi Haberlandt in "Liegen lernen" (2003), die Rotarmistin Ludmilla in Jean-Jacques Annauds Stalingrad-Kriegsfilm "Duell - Enemy at the Gates" (2001), Köchin und Hebamme in Rainer Kaufmanns Dreiteiler "Die Kirschenkönigin" (2003) und Tante Jutta im Vertriebenendrama "Kinder des Sturms" (2009). Rois wirkte in Serien und Reihen ("Polizeiruf 110", "Tatort", "Trautmann") mit, war im Dopingdrama "Ich will laufen" (2004) die Frau des Sportlers Dieter Baumann und in Markus H. Rosenmüllers zweiteiligem Psychothriller "Das Echo der Schuld" (2009, nach Charlotte Link) dabei. In Kinder- und Jugendfilmen wie dem Hundedrama "Sergeant Pepper" (2004) und Urs Eggers Abenteuerfilm um den Geheimbund "Die schwarzen Brüder" (2009) spielte sie exaltierte, auch furchterregende Frauen am Rand der Hysterie.

Sophie Rois ist Sängerin der Band "Straight from the Heart". Als gefragte Hörbuchsprecherin (Patmos Verlag) erhielt sie 2006 den Deutschen Hörbuchpreis.

"Die Manns" brachte ihr 2002 den Adolf-Grimme-Preis mit dem Ensemble, und den Bayerischen Fernsehpreis mit dem Ensemble ein.

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