Französische Schauspielerin. Zarte, scheue, unter Vertrauensverlust, Frust und Einsamkeit leidende, psychisch labile Frauen auf der einen, Huren... - Foto: Kurt Krieger http://images.e-media.de/flbilder/max14/kuk14/kuk28/u1428223/b150x150.jpg Elsa Zylberstein
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Elsa Zylberstein

  • Geburtstag
    16.10.1969
  • Geburtsort
    Boulogne-Billancourt

Französische Schauspielerin. Zarte, scheue, unter Vertrauensverlust, Frust und Einsamkeit leidende, psychisch labile Frauen auf der einen, Huren und Musen von Künstlern auf der anderen Seite, sowie humorvolle Rollen als Studentin, beste Freundin, Ehefrau und Schwester, bilden das Spektrum, in dem sich Elsa Zylberstein seit "Van Gogh" (1990) einen Namen im französischen Kino gemacht hat. Mehrfach unter der Regie von Raoul Ruiz und Martine Dugowson, spielte Zylberstein in Erstlingswerken ebenso wie in Krimis und Großproduktionen (mit Monica Bellucci in "Liu-San - Wächter des Lebens", 2006). Ausgezeichnet für die Rolle der Mutter und Schwester der Mörderin (Kristin Scott-Thomas), der sie sich im Drama "So viele Jahre liebe ich dich" (2008) wieder annähert, übernahm Zylberstein 2009 die Titelrolle in "Arletty", Biopic über die legendäre französische Schauspielerin Arletty (1898-1992; "Kinder des Olymp", "Der Tag bricht an").

Elsa Zylberstein wurde 1969 in Boulogne-Billancourt als Tochter des jüdisch-polnischen Physikers Albert Zylberstein und einer katholischen Mutter geboren, ist aber trotz des Namens keine praktizierende Jüdin, sondern dem Buddhismus zugeneigt. Nach dem Abitur begann sie ein Anglistikstudium und ließ sich in der Pariser Schauspielschule Cours Florent von Francis Huster ausbilden. Beim Casting ergatterte sie die Rolle der schönen Pariser Hure in Maurice Pialats "Van Gogh". Zylberstein spielte in Kostüm-Historienfilmen die Geliebte von Sänger "Farinelli" (1994), die Geliebte von Maler "Modigliani" (2003), die Frau von Lafayette in "Jefferson in Paris" (1994), die Adelige Albine de Montholon, Freundin von Napoleon, in "Monsieur N." (2003), und die Malerin Suzanne Valadon im Biopic "Toulouse-Lautrec" (1998).

Seit der Marcel-Proust-Adaption "Die wiedergefundene Zeit" (1999, als Pianistin Rachel), spielte Zylberstein mehrfach in Filmen von Raoul Ruiz, im Fantasy-Essay "Combat d'amour en songe" (2000, drei Rollen), in der Krimikomödie "Ce jour-là" (2003) als angeblich psychisch Kranke, die ein Komplott ausheckt, und in der Honoré-de-Balzac-Adaption "La maison Nucinges" (2009) als Frau eines Spielers.

Elsa Zylberstein war Studentin Frédérique in der Erfolgskomödie "Beau fixe" (1992), Geliebte des Sohnes im Vater-Sohn-Drama "De force avec d'autres" (1992) und in Dugowsons Tragikomödie "Mina Tannenbaum" (1993) Freundin der Titelheldin (Romane Bohringer). In Diane Bertrands Erstling "Ein Sonntag auf Erden" (1996) ist sie Frau des Waffenhändlers, im Drama "La fabrique des sentiments" (2008) Anwältin, die durch Speed-Dating in Gefahr gerät, und in der Komödie "J'invente rien" (2006) Frau von Kad Mérad ("Sch'tis"), der die Ehe mit Erfindungen auffrischt. 2004 ist sie in Karin Albous Familiendrama "La petite Jérusalem" die unter Untreue des Gatten leidende ältere Schwester von Fanny Valette. 1998 spielte sie Sängerin Rosalie, die in "Männer sind auch nur Frauen" die Scheinehe mit dem schwulen Klarinettisten Simon eingeht. Die Komödie wurde 2009 als "La folle histoire d'amour de Simon Eskenazy" fortgesetzt. Acht Folgen war Zylberstein Kundin im Schönheitssalon der Serie "Venus und Apollo" (2009).

Elsa Zylberstein war vier Mal für den César nominiert und wurde 2009 als Beste Nebendarstellerin für "So viele Jahre..." ausgezeichnet. Sie ist Trägerin des Prix Michel Simon und des Prix Romy Schneider. Für "Männer..." wurde sie 1998 als Beste Darstellerin des Fimfestivals Cabourg geehrt.

Elsa Zylberstein war 1997-2005 mit Regisseur Antoine de Caunes ("Monsieur N.") liiert. Sie unterstützt die Sozialistische Partei Frankreichs.

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