Er spielt vorzugsweise gestandene gut situierte Männer in krisenfesten Berufen, Unternehmer oder Ehemänner in Scheidung, Anwälte oder Köche oder im... - Foto: Kurt Krieger http://images.e-media.de/flbilder/max12/kuk12/kuk18/u1218144/b150x150.jpg Elmar Wepper
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Elmar Wepper

  • Geburtstag
    16.04.1944
  • Geburtsort
    Augsburg

Er spielt vorzugsweise gestandene gut situierte Männer in krisenfesten Berufen, Unternehmer oder Ehemänner in Scheidung, Anwälte oder Köche oder im Zweifelsfall einen Rechtsanwalt, der seinen Lebenstraum, Chefkoch zu werden, verwirklichen kann (im TV-Film "Im Zweifel für die Liebe", 2004). Im Fernsehen sieht man ihn in Komödien und Dramen, oft nach Romanen von Rosamunde Pilcher oder Utta Danella und häufig an der Seite von Gila von Weiterhausen oder Uschi Glas ("Zwei Münchner in Hamburg", 1988-1992). Eine große Charakterstudie gelang ihm in Dominik Grafs Drama und Psychothriller "Bittere Unschuld" (1999), wo er neben der Ehekrise den Kampf um die Chefetage im Pharmakonzern ausfechten muss.

Elmar Wepper, der jüngere Bruder von Fritz Wepper, wurde 1944 in Augsburg geboren. Nach dem Abitur studierte er Theaterwissenschaften und Germanistik. Von Fritz zu Film und Fernsehen gebracht, als man für die Kindersendungen des Bayerischen Rundfunks einen Bruder für Fritz suchte, übernahm er von 1974 bis 1976 dessen Rolle als Assistent in der Serie "Der Kommissar", war in der Familienserie "Die Wiesingers" (1982-1987) und in der Krimiserie "Polizeiinspektion 1" (1976-1984, mit Uschi Glas) zu sehen. Später spielte er von 1994 bis 2000 an der Seite des Bruders in der TV-Serie "Zwei Brüder", wo Fritz den Rechtsanwalt und Elmar den Polizeikommissar gab. Seine TV-Filme wie "Traum vom Süden", "Auch Erben will gelernt sein", "Drei unter einer Decke", "Hochzeit zu viert" oder "Der Heiratsvermittler" gehören zum Standard-Programm der TV-Sender zur Prime Time. 2005 drehte Wepper u.a. "Die Sturmflut" und den von Wolfram Paulus inszenierten Fernsehfilm "Mathilde liebt". In diesem Melodram, das auch Christiane Hörbiger in der Hauptrolle einiges abverlangte, spielte Wepper einen der beiden Männer, die um Hörbiger buhlen.

Im Kino sah man Elmar Wepper als Kind in der Trinkerkomödie "Heute blau und morgen blau" (1957), in Michael Verhoevens Sozialdrama "Ein unheimlich starker Abgang" (1973) und in der Krimikomödie "Café Europa" (1991). Seit 2001 ist er vermehrt auf der Leinwand zu sehen, 2001 als Vater Becker in der Kifferkomödie "Lammbock" und 2005 als auf Zierfische verrückter Unternehmer in Doris Dörries "Der Fischer und seine Frau". In Helmut Dietls "Vom Suchen und Finden der Liebe" (2004) war Wepper der Erzähler.

In "Leo" (2006) erfahren die Erben (Gisela Schneeberger und Wepper), dass die verstorbene Mutter dem Dorfpfarrer alles vermacht hat, woraufhin diese einen mörderischen Plan entwickeln. Als Werner Wallner kämpfte er erneut um seine von ihm getrennt lebende Frau (Gila von Weitershausen) in "Ich heirate meine Frau", der Fortsetzung der Ehe-Komödie "Traum vom Süden" von 2004. Ein vielleicht von ihm am wenigsten erwarteter Karriereschub wurde ihm zuteil, als er von Doris Dörrie für die Rolle des krebskranken Rudi in ihrem Kiinofilm "Kirschblüten - Hanami" auserwählt wurde. Gleich zwei Mal wurde er für seine Darbietung geehrt: 2007 erhielt er den Bayerischen Filmpreis und 2008 überreichte man ihm bei der 58. Verleihung des Deutschen Filmpreises in Berlin die "Lola" als bester Hauptdarsteller.

Elmar Wepper ist seit Jahrzehnten ein begehrter Synchronsprecher. Er begann mit den Serien "Fury" und zwei Sprecherparts für "Raumschiff Enterprise", sprach Ryan O'Neal in "Is was, Doc?" und synchronisiert vor allem Mel Gibson.

Mit Uschi Glas erhielt Wepper 1990 den Bambi als beliebtestes Paar im deutschen Fernsehen. Der ledige Elmar Wepper ist seit 1982 Vater eines Sohnes und lebt in München. Seine Leidenschaften sind Kochen, was er in "Schuhbecks kulinarische Städtereisen" und "Hausmannskonst für Feinschmecker" im Bayerischen Rundfunk auch vorführen konnte sowie Golf spielen und Fliegenfischen.

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