Die Kollision ihrer prominenten Helden lässt sich DC und Warner eine rekordverdächtige Summe kosten. Superhelden lieben eben die Gefahr.... http://images.e-media.de/newspics/628/400628_1/b150x150.jpg "Batman V. Superman" kostet 410 Millionen
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Klotzen nicht kleckern

"Batman V. Superman" kostet 410 Millionen

Die Kollision ihrer prominenten Helden lässt sich DC und Warner eine rekordverdächtige Summe kosten. Superhelden lieben eben die Gefahr.

Großansicht Superhelden kosten superviel Geld - vor allem auf der Leinwand (Foto: Warner)

Superhelden kosten superviel Geld - vor allem auf der Leinwand (Foto: Warner)

Wenn auf der Leinwand Superhelden mit entsprechenden Gegenspielern kollidieren, entwickeln sich die Filmbudgets offenbar parallel zur Superpower. Mittlerweile werden hier Kosten aufgerufen, dass auch der Gigantismus gewohnte Filmfan Schwindelanfälle bekommt. Comic-Gigant Marvel geht da tapfer voran: Wo die "Avengers" in ihrem ersten Abenteuer noch mit 220 Millionen Dollar die Welt retten musste, konnte das Trüppchen in "Age of Ultron" bereits 280 Millionen Dollar verballern. Und für die beiden Teile von "Avengers: Infinity War" wird angeblich die abstruse Summe von 1 Milliarde eingeplant. Allerdings muss man einräumen, dass die Abenteuer von Iron Man, Captain America und Co. ihre Produktionskosten bislang mit links wieder einspielen konnten: "Avengers 1": 1,5 Milliarden. "Avengers 2": 1,4 Milliarden - da kann man in Sachen Budget schon mal richtig auf die Klötze hauen.

Sowas kann der große Comic-Konkurrent DC natürlich nicht auf sich sitzen lassen: Der bastelt ja mit Regisseur Zack Snyder am großen Clash seiner beiden prominentesten Superhelden: "Batman V. Superman: Dawn of Justice". Wenn der am 26. März 2016 an den Start geht, wird er angeblich sage und schreibe 410 Millionen Dollar verschlungen habe. Mindestens. Ein Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde rückt damit immer näher. Bislang hält den Titel nämlich "Pirates of the Caribbean - Fremde Gezeiten" - ebenfalls mit 410 Millionen.

Wohin das ganze Geld gegangen ist, werden wir wohl erst in einem halben Jahr sehen, wenn die beiden Superhelden ihren Kampf auf der großen Leinwand eröffnen. Bei den Avengers steckt immer schon ein satter Batzen davon in den Gagen: Von Robert Downey Jr. über Scarlett Johansson bis hin zu Jeremy Renner - hier spielt halb Hollywood mit. Und zwar nicht eben das günstige. Aber Ben Affleck, Jesse Eisenberg und Henry Cavill? Irgendwie ja doch eine andere Preisklasse... Die zwei bislang von DC geplanten Abenteuer der "Justice League" müssen sich dann schon 500 Millionen teilen. Heutzutage im Comic-Fach fast schon eine Billigproduktion.

Spannend wird das Ganze aber auf jeden Fall: Hoffentlich für uns. Für DC und Filmpartner Warner aber fast noch spannender: Denn ob es auch ihnen gelingt, die Kosten wieder einzuspielen, steht in den Sternen. Superman - quasi die Queenmum unter den Superhelden - hat sich auf der Leinwand immer schon schwer getan. "Superman Returns" war 2006 ein Draufzahlgeschäft. Und "Man of Steel" konnte sein Budget gerade so eben ausgleichen. Sollte "Batman V. Superman: Dawn of Justice" nicht die Kinokassen rocken, droht somit ein weiterer Eintrag ins Guinness-Buch: Den als größtes Groschengrab der Filmgeschichte. Was sich für Superman und seine filmische Zukunft als echtes Kryptonit erweisen könnte.

AJ, Los Angeles, 21.10.2015, 11:39
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