Veröffentlicht am 01.02.2018
The Disaster Artist USA 2017
The Disaster Artist Kinostart 01.02.2018, USA 2017
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The Disaster Artist - Filmplakat

Hinreißende Meta-Komödie über die Entstehung des schlechtesten Films aller Zeiten und seinen durchgeknallten Macher.

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Filmkritik zu The Disaster Artist

Hinreißende Meta-Komödie über die Entstehung des schlechtesten Films aller Zeiten und seinem durchgeknallten Macher.

In den USA spielte Tommy Wiseaus Spielfilm "The Room" bei seiner Kinoauswertung im Jahr 2003 nicht ganz 2000 Dollar ein; in Deutschland bleibt der obskure Film, in den Wiseau angeblich Millionen seines eigenen Vermögens, von dem keiner weiß, wie er es angehäuft hat, versenkte, bis heute unveröffentlicht. Nun hat James Franco einen Film über die Entstehung von "The Room" gemacht, sein ganz persönlicher "Ed Wood", eine Liebeserklärung an das Bedürfnis, sich kreativ auszudrücken, und eine Verbeugung vor dem Macher des vermutlich schlechtesten Films aller Zeiten, der Ed Woods "Plan 9 from Outer Space" aussehen lässt wie "Lawrence von Arabien". Franco selbst spielt Tommy Wiseau in einer Performance, die selbst ein kleines Wunder ist in diesem wunderbar lustigen und traurigen Film, der alle Höhen und Tiefen des schöpferischen Prozesses durchläuft, aber eben immer aus der Perspektive seiner Macher, die nicht so recht wussten, was sie taten, es auch nicht besonders gut taten, aber immer mit viel Herzblut und Leidenschaft. Was vielleicht der Grund ist, warum "The Room" sich nach seiner anfänglich desaströsen Auswertung zum Kulthit im Mitternachtskino entwickelte und bis heute vor ausverkauften Häusern und jubelndem Publikum aufgeführt wird und sein Investment mittlerweile längst wieder eingespielt hat, ein "Rocky Horror Picture Show" der Generation Snapchat. Wenn "The Room" nicht dieses späte Happyend gefeiert hätte, könnte "The Disaster Artist" auch nicht die euphorische Leichtigkeit haben, mit der Franco sich und sein Ensemble, allen voran sein Bruder Dave in der Rolle von Wiseau-Intimus und "Room"-Hauptdarsteller Greg Sestero, mit traumwandlerischer Sicherheit und perfektem komischem Timing und dem nötigen Gespür für Pathos und Melodrama durch dieses Minenfeld aus Katstrophen, Unzulänglichkeiten und nacktem Chaos führt. "Tommy Wiseau und wie er die Welt sieht" wäre ein schöner Untertitel, denn wie sich der Film die ebenso bizarre und auf entwaffnende Weise naive Weltsicht des Machers von "The Room" zu eigen macht, seine unerhörte Hybris und Chuzpe übernimmt, wie er als Idiot savant jedes Hindernis lachend beiseite räumt, weil er nicht bereit ist, die Realität, wie jeder andere sie sieht, zu akzeptieren, das hat etwas hinreißend beruhigendes. "The Disaster Artist" ist die erste Komödie der postfaktischen Ära: Real ist nur, was man als real bereit ist zu akzeptieren. James Franco macht das klar in der Art und Weise, wie er Tommy Wiseau spielt, diesen Freak mit der langen, schwarz gefärbten Mähne, den immer vier Nummern zu großen Jackets und kunstvoll um sich drapierten Gürteln, als wäre er die Wiederkunft von Scheherazade: Er umarmt die Figur, behauptet aber gar nicht, wirklich zu verstehen, wie Tommy Wiseau tickt. Da ist immer eine gewisse Distanz, eine Verwunderung darüber, was dieser unerklärliche Mann gerade macht, wenn er nicht in der Lage ist, selbst simpelste Sätze in die Kamera zu sagen, auf groteske Sexszenen besteht, die allen Beteiligten peinlich sind, während er seinen nackten Hintern in den Fokus rückt, oder wenn er in seinem undurchdringlichen Akzent Vorträge über das Wesen der Kunst hält. Er ist ein Stehaufmännchen, ein Fragezeichen, eine Chiffre - und gemeinsam mit Franco schließt man ihn ins Herz in dieser Kultkomödie über einen Kultfilm, die darin gipfelt, im Splitscreen Szenen aus "The Room" nachzuspielen, während auf der anderen Seite des Bildes das Original zu sehen ist. Ein Triumph der Mimikry. Für die Ewigkeit, weil so erschütternd komisch und echt. ts.

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Filmhandlung & Hintergrund zu The Disaster Artist

Tommy Wiseau ist exzentrisch, ein Bohemian, der nicht zu arbeiten braucht. Bei einem Vorsprechen wird er vom aufstrebende Schauspieler Greg Sestero angesprochen. Die beiden werden Freunde, Tommy nimmt Greg mit nach Los Angeles und macht ihn zum Hauptdarsteller seines Films, den er mit Begeisterung, Hartnäckigkeit und viel Geld, aber ohne Talent, schreibt, inszeniert und produziert. Die beiden verkrachen sich, doch Greg kommt zur Premiere von "The Room".



Tommy Wiseau ist ein Exzentriker durch und durch, ein Bohemian mit schrägem Akzent, der offenbar nicht zu arbeiten braucht. Bei einem Vorsprechen wird er von dem aufstrebenden Schauspieler Greg Sestero angesprochen. Die beiden werden Freunde, Tommy nimmt Greg mit nach Los Angeles und macht ihn zum Hauptdarsteller seines Films, den er mit Begeisterung, Hartnäckigkeit und offenbar viel Geld, aber ohne erkennbares Talent schreibt, inszeniert und produziert. Vor der Premiere von "The Room" kommt es dann zum Zerwürfnis.



In einem Workshop lernt Schauspieler Greg den durchgeknallten Tommy Wiseau kennen, der in Los Angeles auf eigene Faust einen Film realisieren will. Hinreißende Meta-Komödie über die Entstehung des "schlechtesten Films aller Zeiten".



Prädikat besonders wertvoll

Auszeichnung der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW)
Prädikat: Besonders wertvollHinreißend gespielte und vielschichtig inszenierte Komödie von und mit James Franco über einen der besten schlechtesten Filme aller Zeiten - und den Mann, der die Vision dazu hatte.

Greg träumt davon, Schauspieler zu werden. Seine Schauspiellehrerin ist jedoch der Meinung, ihm fehle Talent. Er selbst denkt, ihm fehlen nur die richtigen Kontakte. Dies ändert sich, als Greg auf Tommy Wiseau trifft. Tommy ist definitiv etwas Besonderes. Er ist exzentrisch, spricht seltsam, hat große Visionen - und sieht in Greg enormes schauspielerisches Potenzial. So reisen die Beiden zusammen nach Los Angeles, wo Tommy beschließt, dass seine große Vision nun auch endlich auf die große Leinwand gehört. Also schreibt er ein Drehbuch. Für sich und Greg. Um es zu verfilmen, kauft er das komplette Filmequipment, einschließlich Set und Crew. Woher Tommy das Geld dafür hat, erfährt keiner, ebenso wenig wie alt er ist oder woher er eigentlich kommt. Schon bald gerät der Dreh zur absoluten Katastrophe. Doch Tommy geht unbeirrt seinen Weg. Denn am Ende zählt ja sowieso nur eines: die Vision. Im Jahr 2003 feierte Tommy Wiseaus Film "The Room" seine Premiere und nahm am ersten Startwochenende unter 2000 Dollar ein. Für Filmkritiker gilt der Film als einer der schlechtesten Filme aller Zeiten - und doch rangiert "The Room" heute als Kultfilm dicht hinter "The Rocky Horror Picture Show". THE DISASTER ARTIST von Regisseur und Hauptdarsteller James Franco ist gleichzeitig eine Hommage an Tommy Wiseau, seine exzentrischen Spleens und natürlich an sein Werk. Doch es ist auch eine inspiriert geschriebene und mit pointiertem Timing inszenierte Komödie über Hollywood selbst. James Franco nimmt Tommy stets ernst und gibt die Figur, die er zum Verwechseln genau auf den Punkt darstellt, nie der Lächerlichkeit preis. Denn hinter der unbekümmerten Fassade blitzt auch immer ein Gefühl des Missverstandenseins hervor, welches Tommy an den Rand der Gesellschaft stellt und der Figur neben all den komischen Momenten auch eine tragisch-ernsthafte Tiefe verleiht. James Franco zur Seite steht ein phänomenaler Cast, allen voran Dave Franco als enthusiastischer und aufstrebender Schauspieler, der immer wieder in Konflikt gerät zwischen seiner Loyalität zu Tommy und der Erkenntnis, dass Tommy nicht nur eine große Vision, sondern auch eine große Selbstüberschätzung sein eigen nennt. Und wenn die Beiden am Ende bei der Premiere nebeneinander im Publikum sitzen, dann hat der Film nicht nur die Geschichte eines genial gescheiterten Films erzählt, sondern auch die berührend-inspirierende Geschichte einer tiefen Freundschaft.

Jurybegründung:

THE DISASTER ARTIST ist ein sehr guter Film über einen sehr schlechten Film. THE ROOM von Tommy Wiseau gilt als einer der schlechtesten Filme aller Zeiten und James Franco ist es gelungen, die Geschichte seiner Entstehung ohne jede Häme zu erzählen. Er zeigt, wie inkompetent Wieseau als Regisseur, Hauptdarsteller, Drehbuchschreiber, Produzent und Finanzier des Films agierte, und auf dieser Ebene ist der Film komisch, aber Franco gelingt es auch, deutlich zu machen, dass die Protagonisten, die Schauspieler und die Crew das Filmhandwerk mit viel Liebe betreiben, und so ist es auch berührend, wenn sie dies so absolut fehlgeleitet tun. "Der schlimmste Tag an einem Filmset ist besser als der beste Tag, ohne an einem Filmset zu sein" sagt eine Schauspielerin in einer Szene und dies ist einer der Schlüsselsätze von THE DISASTER ARTIST. Den Kern der Erzählung bildet die Freundschaft zwischen Wiseau und dem Schauspieler Greg Sestero, denn im Grunde ist der ganze Film ein Freundschaftsbeweis der beiden zu einander. Und die Brüder Franco spielen die beiden mit einer anrührenden Mischung aus Naivität, Unschuld und Tatkraft, zu der bei Wiseau noch eine große Portion Größenwahn dazukommt. Die Drehbuchautoren haben offensichtlich intensiv und nuanciert daran gearbeitet, der Geschichte gerecht zu werden, und sie immer in einer feinen Balance zwischen komisch und traurig zu halten. Und spätestens im Abspann, wenn einige Originalsequenzen synchron zu ihren nachinszenierten "Zwillingen" laufen, sieht man, wie virtuos (von kongenial kann man hier wohl nicht sprechen) James Franco THE ROOM kopiert hat.
Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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Originaltitel The Disaster Artist
OV Ja
OmU -
Genre Komödie / Drama
Filmpreis -
USA-Start 01.12.2017
Kinostart (D) 01.02.2018
Besucher (D) 22.184
Einspielergebnis (D) € 161.624
Bes. (EDI) 22.184
Bes. (FFA) 20.952
FSK ab 12 Jahre
WWW -
Cast & Crew in The Disaster Artist
Regisseur James Franco Künstlerporträt 906254 James Franco / 65. Internationale Filmfestspiele Berlin 2015 / Berlinale 2015 Regisseur © Kurt Krieger
Darsteller James Franco Künstlerporträt 906254 James Franco / 65. Internationale Filmfestspiele Berlin 2015 / Berlinale 2015 Tommy / 'Johnny' © Kurt Krieger
Darsteller Dave Franco Filmbild 793520 Unfassbaren - Now You See Me, Die / Dave Franco Greg / 'Mark' © Concorde
Darsteller Seth Rogen Künstlerporträt 416628 Rogen, Seth / Showest 2008 Sandy © Kurt Krieger
Darsteller Ari Graynor Darsteller
Darsteller Alison Brie Künstlerporträt 705856 Alison Brie / Darsteller © Kurt Krieger
Darsteller Jacki Weaver Agenturporträt/Star 759675 Weaver, Jackie Darsteller © Frederick M. Brown/Getty Images
Darsteller Paul Scheer Darsteller
Darsteller Zac Efron Künstlerporträt 841932 Zac Efron / 86th Academy Awards 2014 / Oscar 2014 Darsteller © Kurt Krieger
Drehbuch Scott Neustadter Drehbuch
Weitere Darsteller
Drehbuch
Produzent
Ausf. Produzent
Buchvorlage
Produktionsdesign
Kamera
Schnitt
Musik
Kostüme
Casting
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