Veröffentlicht am 29.03.2018
Jim Knopf & Lukas der Lokomotivführer Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer, Deutschland 2018
Jim Knopf & Lukas der Lokomotivführer Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer, Kinostart 29.03.2018, Deutschland 2018
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Jim Knopf & Lukas der Lokomotivführer - Filmplakat

Erste Realverfilmung der legendären Vorlage von Michael Ende über ein unendliches Abenteuer.

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Filmkritik zu Jim Knopf & Lukas der Lokomotivführer

Erste Realverfilmung der legendären Vorlage von Michael Ende über ein unendliches Abenteuer.

Der 1960 erschienene Jugendroman von Michael Ende wie auch die Adaption der Augsburger Puppenkiste aus dem Jahr 1977 gelten als Sternstunden deutscher Populärkultur: Längst sind sie fester Bestandteil des kollektiven Bewusstseins in Deutschland. Anders als bei den anderen Ende-Klassikern "Die unendliche Geschichte" und "Momo", die in den Achtzigerjahren sehr erfolgreich verfilmt wurden (4,8 Mio. bzw. 2,2 Mio. Besucher), ließ eine Realverfilmung des Klassikers um den Findeljungen Jim Knopf, der mit seinem väterlichen Freund Lukas und dessen Lokomotive Emma von Lummerland aus aufbricht, um seine Herkunft zu entschlüsseln, auf sich warten.

Christian Becker und seiner RatPack, die mit "Wickie und die starken Männer" bereits einen kultigen Kinderstoff erfolgreich als Realfilm in die Kinos brachten, ist es jetzt gelungen, mit Hilfe von Regisseur Dennis Gansel, der mit Becker zusammen schon einmal den erfolgreichsten Film des Jahres abgeliefert hatte, "Die Welle" im Jahr 2008. Es ist ein Projekt mit internationaler Ambition und von internationaler Dimension, realisiert mit dem größten Aufwand, der für eine deutsche Produktion vorstellbar ist, aber eben auch immer als so großes Kino mit Schauwerten, Abenteuer, Emotion und vorzeigbaren Effekten realisiert, dass sich auch Kinogänger über deutsche Grenzen hinaus verlieren können in den abenteuerlichen Welten, durch die unsere Helden ohne Furcht und Tadel tuckern.

Das Kaiserreich Mandala, das Tal der Dämmerung, das Ende der Welt, das Land der tausend Vulkane - sie alle wurden mit großer Liebe realisiert, und zusätzlich einem liebevollen Blick auf die Inszenierung der Augsburger Puppenkiste, deren unschlagbarer Look & Feel mit den Möglichkeiten der Jetztzeit angereichert wurde. Wenn der mit Newcomer Solomon Gordon und sonst in sämtlichen erwachsenen Haupt- und Nebenrollen namhaft besetzte Ausflug in Michael Endes einzigartige Fantasiewelt eine Schwäche hat, dann liegt sie in der kurzen Laufzeit: Gerne würde man sich mit dem unerschrockenen Heldenpaar noch mehr verlieren in diesen Welten, die einen Staunen und Schwärmen lassen. Und das ist ein Kompliment! ts.

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Filmhandlung & Hintergrund zu Jim Knopf & Lukas der Lokomotivführer

Der Findeljunge Jim Knopf bricht mit seinem väterlichen Freund Lukas und dessen Lokomotive Emma von Lummerland aus auf, um seine Herkunft zu entschlüsseln. Es ist eine abenteuerliche Reise, die die beiden unzertrennlichen Freunde ins Kaiserreich Mandala, das Tal der Dämmerung, das Ende der Welt und das Land der tausend Vulkane führt, wo sie schließlich auf den garstigen Drachen Frau Mahlzahn und die entführte Prinzessin Li Si stoßen - und erfahren, was das eigentliche Ziel von Jim gewesen war.



Findeljunge Jim Knopf bricht mit seinem Freund Lukas von Lummerland auf, um seine eigene Herkunft zu entschlüsseln. Erste Realverfilmung der legendären Vorlage von Michael Ende, eine der aufwändigsten deutschen Produktionen aller Zeiten.



Prädikat besonders wertvoll

Auszeichnung der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW)
Prädikat: Besonders wertvollDie erste Realverfilmung des Kinderbuchklassikers von Michael Ende ist eine wundervoll inspirierende Reise in das Land der Fantasie und der Abenteuer.

Jim Knopf kam per Zufall nach Lummerland. Keiner der Bewohner auf der Insel konnte sich erklären, woher das Baby, welches der Postbote eines Tages brachte, kam. Frau Waas nicht, Herr Ärmel nicht, der König nicht - und auch Lukas nicht, der als Lokomotivführer sonst auf alles eine Antwort weiß. Nur eines war klar: Jim Knopf soll auf Lummerland das schönste Leben haben, was man einem kleinen Jungen wünschen kann. Und genauso ist es gekommen. Doch als Lukas eines Tages die Nachricht erhält, dass seine geliebte Lok Emma einfach ausrangiert werden soll und er beschließt, Lummerland zu verlassen, entscheidet sich Jim, mit ihm zu gehen. Schon bald wartet auf die beiden Freunde hinter der Insel mit zwei Bergen ein ganz großes spannendes Abenteuer. Als erste Realverfilmung des Kinderbuchklassikers von Michael Ende entführt der Film von Regisseur Dennis Gansel die Zuschauer in ein wunderschönes und faszinierendes Reich der Fantasie. Schon der erste Blick auf das bis ins kleinste Detail liebevoll erschaffene Lummerland und die ersten Töne, die der Augsburger Puppenkiste Respekt zollen, beweisen, mit wieviel Herzblut, Lust und Leidenschaft die Macher sich der Geschichte angenommen haben. Ob Requisite, die Auswahl der Drehorte, die Kostüme und die Lichtsetzung: Alles ist bunt und sonnig und die vielen Farben und Lichtstrahlen erschaffen eine Stimmung, der man sich nicht nur als Kind mit ehrlicher Freude hingeben möchte. Das Darstellerensemble agiert mit großer Spielfreude und hat sichtlich Spaß an den einzelnen Rollen: Ob Uwe Ochsenknecht als tapsiger König, Christoph Maria Herbst als pedantischer Nachbar oder Annette Frier als gütige Frau Waas. Doch die Geschichte wird natürlich getragen von Henning Baum, der den tapferen Lukas mit so viel Herzenswärme und Stärke spielt, dass man ihm bis ans Ende des Horizonts folgt, und Solomon Burke. Er verkörpert Jim Knopf mit Witz, Pfiff und der genau richtigen Portion Neugier, was ihn zur perfekten Identifikationsfigur für die junge Zielgruppe macht, die dieses spannende, lustige und fantasievolle Abenteuer gemeinsam mit ihm durchlebt. Und die lernen kann, dass man vor etwas Fremden keine Angst haben muss. Denn mit einem guten Freund zusammen kann man die ganze Welt erobern.

Jurybegründung:

Schon vor "Momo" und "Die unendliche Geschichte" schrieb Michael Ende im Jahre 1960 den Kinderbuchklassiker "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer". Generationen von Kindern erfreuten sich an den Abenteuern der beiden Helden, nicht zuletzt auch durch die Fernsehadaptionen der Augsburger Puppenkiste. Ein Kinofilm war eigentlich schon seit Jahren überfällig. Aber wenn man es richtig machen möchte, dann dauert es manchmal etwas länger....zum Glück! Mit für den deutschen Produktionsmarkt erkennbar sehr großem finanziellen Einsatz entstand ein optisch überwältigend schöner Film. Eindrucksvoll und phantasiereich sind die Bauten sowie die farbenprächtige und detailgenaue Ausstattung. Lobenswert der Verzicht auf überbordende Special Effects à la Hollywood. Dafür die liebevolle Konzentration auf alledie bekannten Elemente und Abenteuer, bekannt aus dem Buch. Auf nichts müssen die leidenschaftlichen Leser von Michael Endes Werk im Film verzichten: Jim Knopfs Ankunft im Karton, geschickt von Piraten, und sein Heranwachsen auf Lummerland; die Reise mit Lukas ins Kaiserreich Mandala; die tollen Abenteuer auf der Suche nach Prinzessin Li Si; der Weg in die Drachenstadt und ins Land der 1000 Vulkane....
Dennis Gansel inszeniert die Geschichte um Jim Knopf stilsicher und äußerst kindgerecht, was auch der Besetzung der Charaktere und deren Spiel bestens entspricht. So können Henning Baum als Lukas, Annette Frier als Frau Waas, Uwe Ochsenknecht als König Alfons und Christoph Maria Herbst als Herr Ärmel überzeugen. Das gilt aber auch und gerade für den jungen Solomon Gordon als Jim Knopf.
Eine gute Kamera- und Lichtarbeit, die perfekte Montage und die angenehme musikalische Begleitung von Ralf Wengenmayr unter variationsreicher Einbeziehung der bekannten Melodien gehören zu den weiteren gelungenen handwerklichen Leistungen dieses wunderschönen Films.

FBW-Jugend-Filmjury:

(www.jugend-filmjury.com)

Im weiten Ozean liegt die kleine Insel Lummerland. Lukas fährt jeden Tag mit seiner Lokomotive Emma über die Insel. Eines Tages wird der Alltag auf der Insel unterbrochen: Der Postbote bringt ein Paket mit einem kleinen Kind darin. Die Bewohner der Insel nehmen es auf und taufen es Jim. Als Jim größer wird, gibt es nicht mehr genug Platz auf der Insel und der König befiehlt, dass einer gehen muss. Daraufhin beschließen Jim und Lukas zusammen mit Emma in See zu stechen. Sie landen an der Küste Mandalas und erfahren dort von der Entführung der Prinzessin Lisi. Somit beginnt eine abenteuerliche Reise durch die Weiten des Königreichs um Lisi zu retten. Die gut gelungene Kinderbuchverfilmung von "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer" versetzt uns in unsere Kindheit zurück. Wir empfehlen den Film für die ganze Familie, jedoch erst ab 7 Jahren, da er etwas zu lang für die jüngeren Zuschauer ist. Die abenteuerliche Reise wird sehr abwechslungsreich gestaltet trotz nur weniger Figuren, deren Charakter durch ausdrucksstarke Kostüme und Kulissen hervorgehoben wird. Die Dialoge und die Musik hätten noch effektvoller eingesetzt werden können, aber bekannte Stimmen und Gesichter verbessern den Film ungemein. Jim Knopf zeigt uns erneut, dass man die besten Abenteuer mit Freunden erlebt und dass es egal ist, wo man herkommt, man gehört zu den Menschen die einen lieben.

abenteuerlich: 4,5 Sterne
fantasievoll: 4,5 Sterne
niedlich: 4 Sterne
bezaubernd: 4 Sterne
abwechslungsreich: 3,5 Sterne

Gesamtbewertung: 3,5 Sterne.
Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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Originaltitel Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer
OV -
OmU -
Genre Kinderfilm / Abenteuer
Filmpreis -
USA-Start -
Kinostart (D) 29.03.2018
Besucher (D) 1.754.518
Einspielergebnis (D) € 11.834.854
Bes. (EDI) 1.754.518
Bes. (FFA) 1.740.038
FSK o.A. (ohne Altersbeschränkung)
WWW -
Cast & Crew in Jim Knopf & Lukas der Lokomotivführer
Regisseur Dennis Gansel Künstlerporträt 958303 Gansel, Dennis Regisseur © Jens Koch
Darsteller Solomon Gordon Jim Knopf
Darsteller Henning Baum Künstlerporträt 930618 Henning Baum Lukas © Reinhard Scheuregger
Darsteller Shirley MacLaine Künstlerporträt 915174 MacLaine, Shirley / Vanity Fair Oscar Party 2015 Frau Mahlzahn © Kurt Krieger
Darsteller Annette Frier Künstlerporträt 797506 Annette Frier / Deutscher Filmpreis 2013 / Lola Frau Waas © Kurt Krieger
Darsteller Christoph Maria Herbst Künstlerporträt 778962 Entertainment Night 2012 / Video Champion 2012 / Christoph Maria Herbst Herr Ärmel © babiradpicture/G. Gajanin
Darsteller Uwe Ochsenknecht Künstlerporträt 771016 Uwe Ochsenknecht / 63. Berlinale 2013 König Alfons © Kurt Krieger
Darsteller Rick Kavanian Künstlerporträt 566326 Kavanian, Rick Die Wilde 13 © Gerald von Foris
Darsteller Kao Chenmin Darsteller
Drehbuch Dirk Ahner Drehbuch
Weitere Darsteller
Drehbuch
Produzent
Ausf. Produzent
Buchvorlage
Produktionsdesign
Kamera
Schnitt
Musik
Kostüme
Casting
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