Veröffentlicht am 10.05.2018
Isle of Dogs - Ataris Reise Isle of Dogs, USA/Deutschland 2018
Isle of Dogs - Ataris Reise Isle of Dogs, Kinostart 10.05.2018, USA/Deutschland 2018
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Isle of Dogs - Ataris Reise - Filmplakat

Skurriler Stop-Motion-Animations-Film um Hunde, die auf eine Insel verbannt werden.

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  • Genre: Trickfilm Komödie
  • Regie: Wes Anderson
  • Sprecher: noch unbekannt
  • Laufzeit: noch unbekannt
  • FSK: noch unbekannt
  • Verleih: Fox
Filmstart 10.05.2018 Noch 0 1 1 Wochen
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Filmkritik zu Isle of Dogs - Ataris Reise

Skurriler Stop-Motion-Animations-Film um Hunde, die auf eine Insel verbannt werden.

Nie hat Wes Anderson mehr Zeit zwischen zwei Projekten verstreichen lassen wie zwischen "Grand Budapest Hotel", der die Berlinale im Jahr 2014 eröffnete, und "Isle of Dogs - Ataris Reise", sein zweiter Ausflug in die Welt der Animation nach "Der fantastische Mr. Fox" und sein insgesamt neunter Film. Die Zeit wurde optimal genutzt, denn die Geschichte eines Jungen in einem futuristischen Japan, der alles aufs Spiel setzt, um seinen auf eine Müllinsel verbannten Hund wiederzufinden, ist die schönste, penibelste und perfekteste Arbeit des amerikanischen Filmemachers: ein Wunderwerk der Stopmotion-Animation, das durch seinen Einfallsreichtum und visuelle Gestaltung ebenso besticht wie durch seine Erzählung, die kaum überraschender sein könnte.

Hinreißend sind auch die vielen Verweise auf das japanische Kino, wobei die Anime-Filme von Hayao Miyazaki ein ebenso großes Vorbild waren wie Großmeister Akira Kurosawa, insbesondere dessen Großstadtfilme der Sechzigerjahre. Letzten Endes ist das aber Makulatur, denn "Isle of Dogs - Ataris Reise" ist Wes Anderson durch und durch, dessen wie mit dem Geodreieck gezogenen Kadragen und immer leicht gestelzte literarische Erzählhaltung eine so wunderbare Mimikry mit dem strengen japanischen Minimalismus und der prägnanten Ästhetik eingehen, dass man kaum weiß, wo das eine beginnt und das andere aufhört. Ein bisschen schwingen auch, um bei den Sechzigern zu bleiben, Godard und Truffaut mit, "Alphaville" und "Fahrenheit 451", weil auch dieser Film eine Dystopie erzählt, in der der Bürgermeister von Megasaki City, der despotische Kobayashi, alle Hunde aus der Stadt deportieren lässt.

Um mit gutem Beispiel voranzugehen, ist Kobayashis eigener Leibwächterhund Spots der erste, der auf eine gewaltige Mülldeponie verbannt wird. Was den Pflegesohn des Bürgermeisters auf den Plan ruft, Atari, der nicht ohne seinen vierbeinigen Freund auskommen will. Als Atari allerdings mit einer Bruchlandung auf der Insel der Hunde aufschlägt, ist von Spots keine Spur zu finden. Dafür freundet sich der Junge mit fünf zerzaust aussehenden Alphahunden an, die auf die Namen Chief, King, Boss, Duke und Rex hören und Atari bei seiner Suche helfen, während sich in Megasaki City Widerstand regt gegen die Pläne der Regierung, die Hunde radikal auszumerzen. Es gibt wilde Verstrickungen, schicksalhafte Fügungen und viele trockene Gags, wie man es von Anderson gewohnt ist, Familien werden wieder zusammengeführt und die Tür zu einer schöneren Zukunft geöffnet auf dem Weg zum Showdown.

Wie zuletzt schon "Grand Budapest Hotel" findet sich auch in dieser adrett angerichteten Puppenhauswelt auch eine politische Dimension: Ausgrenzung, Populismus, Identität, aber auch der Wille zur Veränderung spielen wichtige Rollen, ohne sich jemals in den Vordergrund zu drängen. Aber als Unterfütterung reichern sie den ohnehin schon so verschwenderisch üppigen Film zusätzlich an und machen ihn zu einem Vergnügen mit doppeltem Boden. Und einem optimalen und würdigen Eröffnungsfilm für die 68. Berlinale. ts.

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Filmhandlung & Hintergrund zu Isle of Dogs - Ataris Reise

Für "Isle of Dogs - Ataris Reise" liegt aktuell noch keine Filmhandlung vor

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Originaltitel Isle of Dogs
OV -
OmU -
Genre Trickfilm / Komödie
Filmpreis -
USA-Start 23.03.2018
Kinostart (D) 10.05.2018
Besucher (D) -
Einspielergebnis (D) -
FSK -
WWW -
Cast & Crew in Isle of Dogs - Ataris Reise
Regisseur Wes Anderson Künstlerporträt 915391 Anderson, Wes / Vanity Fair Oscar Party 2015 Regisseur © Kurt Krieger
Drehbuch Wes Anderson Künstlerporträt 915391 Anderson, Wes / Vanity Fair Oscar Party 2015 Drehbuch © Kurt Krieger
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