Veröffentlicht am 12.10.2017
Happy End Frankreich/Deutschland/Österreich 2017
Happy End Kinostart 12.10.2017, Frankreich/Deutschland/Österreich 2017
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Happy End - Filmplakat

Drama um eine ganz und gar nicht schrecklich nette bourgeoise Familie.

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Bereits im Kino seit 0 0 9 Monaten Filmstart: 12.10.2017
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Filmkritik zu Happy End

Vergeben und Vergessen sind die Sache von Michael Haneke nicht, dem unbarmherzigsten und unbestechlichsten aller Chronisten der Condition Humaine. Mit "Das weiße Band" und "Liebe" hatte er seine Meisterschaft perfektioniert und war mit jeweils einer Goldenen Palme belohnt worden. Fünf Jahre hat es gedauert, bis der mittlerweile 75-Jährige in München geborene Österreicher, der seit fast zwei Jahrzehnten aus Frankreich heraus arbeitet, zurückgekehrt ist, wieder mit einer internationalen Koproduktion, bei der von deutscher Seite X Filme beteiligt ist.

"Happy End" lautet der vielversprechende Titel, denn was darf man von einem Haneke-Film mit einiger Sicherheit nicht erwarten? Einen glücklichen Ausgang. Wie man sofort merkt, dass man sich in einem Film des Regisseurs befindet. Seine Lieblingsschauspieler hat er um sich versammelt, Isabelle Huppert und Jean-Louis Trintignant, neben ein paar neuen Akteuren, neben Mathieu Kassovitz und Toby Jones auch der Deutsche Franz Rogowski. Um die sorgfältig gehüteten Geheimnisse eines Familienklans in Calais geht es. Die Flüchtlingskrise ist allgegenwärtig, spielt für die Handlung aber nur eine untergeordnete Rolle, auch wenn sich explizit alles um Flucht drehen mag.

Wenn man denn von einer Handlung sprechen kann. Als wüsste er selbst genau, dass er die Eleganz und Präzision von "Liebe" nicht noch einmal toppen könne, ist "Happy End" eher ein Essay, eine Ansammlung von Skizzen und Fragmenten, dem es weniger darum zu gehen scheint, noch einmal auf Teufel komm raus eine Palme gewinnen zu wollen, sondern noch einmal Positionen und Aussagen zu behandeln und bestärken. Der Film fühlt sich wie ein Abschied an. Wenn schon nicht von Haneke - wer weiß -, dann doch von dem großen Jean-Louis Trintignant, der in diesem Jahr 87 wird und zerbrechlich aussieht, durchsichtig, als wäre er schon fast nicht mehr da, aber doch immer noch die Präsenz besitzt, dass man ihm unweigerlich zusieht, wenn er im Bild ist. Es mag sich noch viel mehr tun in "Happy End", Männer mit perversen Fantasien, an sich selbst scheiternde Söhne, eiskalte Matriarchen - und vor allem eine Enkelin, die nicht nur vor Mord und Suizidversuchen nicht zurückschreckt, sondern ihr Verhalten - "Bennys Video" und "Funny Games" lassen grüßen - auch noch mit Kommentaren auf ihrem Smartphone festhält. Aber im Grunde geht es doch um den alten Mann, der - wie die anderen auch - ein Gefangener ist, dem aber nach einem gescheiterten Selbstmord im Auto die Möglichkeit genommen ist, sich seinen noch verbliebenen Wunschtraum zu erfüllen, weil er an den Rollstuhl gefesselt und handlungsunfähig ist. In einem Geständnis seiner Enkelin gegenüber offenbart er sich als der Mann in "Liebe", der seine kranke Lebensgefährtin erstickte. Und nun will er ein Happy-End, das sich womöglich in dem pittoresken blauen Meer findet, das auf dem Poster zu sehen ist, das einen in Cannes seit Tagen anlacht. Und in Wahrheit verspottet. ts.

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Filmhandlung & Hintergrund zu Happy End

Anne Laurent hat die Führung ihres Familienklans in Calais, eine Immobiliendynastie, übernommen - und muss sich mit jeder Menge Probleme herumschlagen. Längst haben die Härten der Existenz die geschiedene Frau kalt und bitter werden lassen. Ihr Sohn Pierre ist ein feiger Schwächling, ihr Vater träumt nach dem Tod der Frau vom Selbstmord, kann sich aber in seinem Rollstuhl nicht mehr bewegen. Und die 13-jährige Enkelin Eve legt psychopathische Züge an den Tag. Vielleicht kann sie ihrem Opa bei seinem Dilemma helfen?



Das achtzigjährige Familienoberhaupt wünscht den Selbstmord, kann sich aber in seinem Rollstuhl nicht selbst bewegen. Drama um eine bourgeoise Familie, mit der Michael Haneke seine bekannten Positionen untermauert.

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Originaltitel Happy End
OV -
OmU Ja
Genre Drama
Filmpreis -
USA-Start 22.12.2017
Kinostart (D) 12.10.2017
Besucher (D) 92.577
Einspielergebnis (D) € 719.938
Bes. (EDI) 92.577
Bes. (FFA) 90.087
FSK ab 12 Jahre
WWW -
Cast & Crew in Happy End
Regisseur Michael Haneke Künstlerporträt 718132 Haneke, Michael / 65. Filmfestspiele Cannes 2012 / Festival de Cannes Regisseur © Kurt Krieger
Darsteller Isabelle Huppert Künstlerporträt 925458 Huppert, Isabelle / 68. Internationale Filmfestspiele von Cannes 2015 / Festival de Cannes Darsteller © Kurt Krieger
Darsteller Jean-Louis Trintignant Künstlerporträt 718123 Trintignant, Jean-Louis / 65. Filmfestspiele Cannes 2012 / Festival de Cannes Darsteller © Kurt Krieger
Darsteller Mathieu Kassovitz Künstlerporträt 430555 Kassovitz, Mathieu / 61. Filmfestival Cannes 2008 Darsteller © Kurt Krieger
Darsteller Fantine Harduin Darsteller
Darsteller Franz Rogowski Künstlerporträt 829377 Love Steaks / Set / Franz Rogowski Darsteller © Daredo
Darsteller Toby Jones Darsteller
Darsteller Laura Verlinden Darsteller
Darsteller Hassam Ghancy Darsteller
Drehbuch Michael Haneke Künstlerporträt 718132 Haneke, Michael / 65. Filmfestspiele Cannes 2012 / Festival de Cannes Drehbuch © Kurt Krieger
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Produzent
Kamera
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