Veröffentlicht am 16.11.2017
Happy Deathday USA 2017
Happy Deathday Kinostart 16.11.2017, USA 2017
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Happy Deathday - Filmplakat

Horrorthriller um eine junge Frau, die den Tag ihrer Ermordung immer wieder durchlebt.

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Bereits im Kino seit 0 1 0 Wochen Filmstart: 16.11.2017
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Filmkritik zu Happy Deathday

Origineller Schocker aus dem Hause Blumhouse, in dem eine Studentin ihren Todestag immer wieder erleben muss.

Live. Die. Repeat. Das Diktum von "Edge of Tomorrow" lässt sich eins zu eins übertragen auf den nach "Split" und "Get Out" dritten Filmhit der umtriebigen Billigfilmschmiede Blumhouse in diesem Jahr, nur dass hier nicht Tom Cruise in der Zukunft beim Kampf gegen Aliens wiederholt seinen Todestag neu erleben muss: In dem neuen Film von "Paranormal Activity: Die Gezeichneten"-Macher Christopher Landon ist es eine attraktive Studentin, die ihren Geburtstag 16 mal feiern muss, nur um am Ende immer wieder demselben Killer in einer auffälligen Schweinsmaske zum Opfer zu fallen.

Ein High-Concept-Slasherfilm also, den man sich ungefähr so vorstellen muss, dass die längst legendäre Anfangssequenz von "Scream - Schrei" mit dem Tod von Drew Barrymore eben nicht vorbei ist, sondern im Stil von "Und täglich grüßt das Murmeltier" - vor dem sich "Happy Death Day" in der allerletzten Szene ganz explizit verneigt - im Moment des Todes wieder zum Anfang des Tages zurückspringt - ein Wes-Craven-Film auf Endlosrepeat, als hätte sich Kevin Williamson die Grundidee von "Memento" für eines seiner typisch Teenager-nahen Szenarien verwendet. Der Clou dabei ist, dass sich die Protagonistin, ein kesses Mädchen namens Tree, stets an die Ereignisse erinnert, die zu ihrem unausweichlichen Tod führen, ihre Umwelt den Tag allerdings jeweils komplett neu erlebt. Tree hat also Zeit, sich ihrer Situation klar zu werden und dann mit den Nachforschungen zu beginnen, wer ihr denn nach dem Leben trachtet.

Bis sie realisiert, dass sich die Übung nicht endlos wiederholen lässt und sie mit jedem Mal ein bisschen mehr geschwächt ist. Dabei schlägt die Handlung munter wilde Haken: Jeder neue Tage hält neue Überraschungen bereit, mal wird der Horror betont, dann wieder der Humor, während die Spannungsschraube langsam angezogen bis zum Showdown angezogen wird, obwohl auch damit nicht das Ende des Todestanzes erreicht ist. Dass der Film so gut funktioniert, liegt nicht nur am immensen Einfallsreichtum der Erzählung, sondern auch an der Protagonistin: Jessica Rothe, die man in "La La Land" in einer kleinen Nebenrolle sehen konnte und vom Typ her an Blake Lively erinnert, ist in buchstäblich jeder Szenen zu sehen: Sie trägt die Handlung, geht mit ihrer Figur durch sämtliche erdenklichen Gefühlsfärbungen von himmelhoch jauchzend bis zum Tode betrübt und empfiehlt sich für Größeres, wie das einst Neve Campbell in "Scream" oder Katie Holmes mit "Tötet Mrs. Tingle" gelungen war. ts.

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Filmhandlung & Hintergrund zu Happy Deathday

Prädikat wertvoll

Auszeichnung der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW)
Prädikat: WertvollSpannender Teenie-Horrorthriller über eine junge Frau, die immer wieder und wieder den Tag ihrer Ermordung durchleben muss.

Tree wacht auf - und im Grunde ist der ganze Tag schon gelaufen. Denn es ist ihr Geburtstag und sie wacht im Bett eines Studenten auf, den sie am Abend zuvor kennengelernt hat und der ganz und gar nicht ihr Typ ist. Ihre Mitbewohnerinnen nerven sie mit neugierigen Fragen oder kohlehydratreichen Geburtstagskuchen. Und ihr Vater, den sie gerade heute nicht sehen möchte, will sie zum Essen einladen. Einziger Lichtblick ist eine Party am Abend. Leider kommt sie dort nie an, denn unterwegs setzt ein mysteriös maskierter Killer ihrem jungen Leben ein jähes Ende. Als jedoch am Morgen der Wecker klingelt, ist Tree hellwach - und in Panik. Denn alles scheint sich zu wiederholen: Der Geburtstag, der One-Night-Stand-Student, die Party. Und der Killer, der auf sein Opfer wartet. Wie aber soll Tree ihm und der Dauerschleife ihrer Ermordung entkommen? Wie jeder guter Horrorfilm startet auch HAPPY DEATHDAY von Christopher Landon fast schon harmlos und mit viel Humor, um sich dann nach und nach zu einem Alptraum zu entwickeln. Landon weiß die Schockeffekte, die jedoch nie zu blutig ausfallen, filmisch effektiv zu nutzen, und legt geschickt bildliche Hinweise, an die man sich als Zuschauer im Laufe der mit immer größer werdenden Spannung verlaufenden Geschichte erinnert. Durch seine Anspielungen auf Klassiker nicht nur des Genres, sondern auch der modernen Kinogeschichte, ist der Film auch intertextuell und setzt sich so vom puren Popcornkino ab. Jessica Rothe bringt als Tree ein wunderbar unverbrauchtes Gesicht mit und ist als Horror-Heldin herrlich unbequem, mit Ecken, Kanten und durchaus unsympathischen Zügen, die sie aber im Laufe des Films ablegt, sodass man bis zum hochspannenden Showdown des Films mit ihr mitfiebert.

Jurybegründung:

Wer bei HAPPY DEATHDAY einen düsteren Horror- oder Mysterythriller erwartet, der liegt falsch. Der Film ist eine eher leichtgewichtige Variante des Genres, gepaart mit ein wenig Comedy-College-Film-Vergnügen.
Eigentlich ist Tree eine recht erfolgreiche Medizinstudentin. Obwohl sie ein ziemliches Biest ist, ist sie auf dem Campus begehrt, Mitglied in einer angesehenen, studentischen Verbindung und natürlich recht gut aussehend. Aber Tree hat auch ein wirklich ernsthaftes Problem. Jeden Tag aufs Neue wacht sie an ihrem Geburtstag im Zimmer von Student Carter auf, nur um am Abend ihres Ehrentages erneut blutig ermordet zu werden. Kein Wunder, dass dieser Loop an ihrem Nervenkostüm rüttelt. Mit HAPPY DEATHDAY hat Regisseur Christopher Landon eine Art blutiges UND TÄGLICH GRÜSST DAS MURMELTIER geschaffen.
In der Filmdiskussion hat der Film durch sein, zumindest anfangs, gutes Storytelling überzeugt. Tree ist der Prototyp einer Campus-Nervensäge; weiß, privilegiert und voller übersteigertem Selbstwertgefühl nimmt sie sich vom Campusleben, was sie nur kriegen kann. Und daher wirkt es auch nicht verwunderlich, dass sie schockiert wirkt, als sie im Zimmer des genauso lieben wie einfachen Studenten Carter aufwacht. In nur wenigen Sequenzen führt HAPPY DEATHDAY in Charaktere und Setting ein. Eine Leistung, die manch anderer Film nicht einmal in einer halben Stunde zu bewältigen weiß. So positiv überrascht sich die Jury hierdurch zeigte, so sehr kritisierte sie andere Sequenzen. In einer stetigen Wiederholung zeigt er Trees wiederholte Begegnungen mit einem maskierten Unbekannten, ihre Ermordung und das alptraumhafte Erwachen des Mädchens, am darauffolgenden Tag. Und während sich UND TÄGLICH GRÜSST DAS MURMELTIER 1993 hier noch innovativ präsentierte, ist dies bei HAPPY DEATHDAY nach Ansicht der Jury nicht durchweg der Fall .
Spannung, so diskutiert die Jury weiter, erfährt der Film erst wieder, als sich Tree auf die Suche nach ihrem täglichen Peiniger macht. Die Heldin wird zur Detektivin und versucht in den kommenden Sequenzen ihren nächtlichen Mörder zur ermitteln. Feinde hat sich die zickige Tree einige gemacht, wie Schauspielerin Jessica Rothe mit Bravour beweisen kann, und daher wird die Suche ein durchaus glaubhaftes, körperlich zehrendes, Unterfangen. Überhaupt zeigte sich die Jury positiv überrascht von der Leistung der Hauptdarstellerin, von ihrem Witz und ihrer Lebendigkeit, die zu einem Großteil an der Wirkung des Films beiträgt. Unterstützung erhält sie durch eine gute, beständig auf ihr ruhenden Kamera und den routinierten Schnitt. Insbesondere jüngere Kinogängerinnen dürften sich leicht mit der Hauptfigur identifizieren, die genauso Bitch wie Opfer, genauso beliebt wie auch schwach ist.
Interessant fand die Jury auch, dass Tree im Laufe des Films tatsächlich eine Entwicklung durchläuft, an deren Ende sie wesentlich gereifter sein wird. Insofern zeigt sich HAPPY DEATHDAY tatsächlich sogar als familientauglicher Film. Das aber erweist sich in den Augen der Jury aber leider auch als Crux des Films. Als kommerzielles Produkt für ein breites Publikum verliert er innerhalb des Genres ein wenig an Deutlichkeit und Prägnanz. Der Spagat zwischen Familien- und Mystery-, bzw. Horrorfilm gelingt in den Augen der Jury nicht durchweg. Visuell schöne Bilder, technische Versiertheit und eine eingängige Story sind durchaus überzeugend, doch nicht zwingend überzeugend genug für die Auszeichnung mit dem höchsten Prädikat. Und so hat sich die Jury entschlossen, dem Film, auch aufgrund seiner eindeutigen Qualitäten, das Prädikat "wertvoll" zuzusprechen.
Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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Originaltitel Happy Deathday
OV Ja
OmU Ja
Genre Horror / Mystery
Filmpreis -
USA-Start 13.10.2017
Kinostart (D) 16.11.2017
Besucher (D) 356.538
Einspielergebnis (D) € 2.976.173
Bes. (EDI) 356.538
Bes. (FFA) 253.866
FSK ab 12 Jahre
WWW -
Cast & Crew in Happy Deathday
Regisseur Christopher Landon Regisseur
Darsteller Jessica Rothe Darsteller
Darsteller Israel Broussard Künstlerporträt 790247 Broussard, Israel / 66. Internationale Filmfestspiele von Cannes 2013 Darsteller © Kurt Krieger
Darsteller Ruby Modine Darsteller
Darsteller Rachel Matthews Darsteller
Darsteller Charles Aitken Darsteller
Darsteller Jason Bayle Darsteller
Darsteller Phi Vu Darsteller
Darsteller Donna Duplantier Darsteller
Drehbuch Scott Lobdell Drehbuch
Weitere Darsteller
Produzent
Ausf. Produzent
Produktionsdesign
Kamera
Schnitt
Musik
Kostüme
Casting
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