Veröffentlicht am 12.07.2018
Foxtrot Israel/Deutschland/Frankreich 2017
Foxtrot Kinostart 12.07.2018, Israel/Deutschland/Frankreich 2017
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Foxtrot - Filmplakat

Eindringlich-absurdes Militärdrama über vier israelische Grenzsoldaten in der Mitte vom Nirgendwo.

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Filmkritik zu Foxtrot

Eindringlich-absurdes Militärdrama über vier israelische Grenzsoldaten in der Mitte vom Nirgendwo.

In seinem ersten Film," Lebanon", beschrieb Samuel Maoz auf sehr persönliche Weise die Erlebnisse von vier jungen israelischen Soldaten im Libanonkrieg 1982. Seine Innenansichten aus einem Panzer wurden in Venedig mit dem Goldenen Löwen belohnt. Acht Jahre mussten verstreichen, bis Maoz sich zurückmeldete - und noch einmal fast ein Jahr, bis sein zweiter Film, "Foxtrot", nach seiner Deutschlandpremiere beim Filmfest München, in die deutschen Kinos kommt. Der Start ist überfällig, nicht nur weil es sich um den Gewinner des Großen Preises der Jury in Venedig handelt, sondern weil man diese großartige und großartig menschliche Anklage gegen eine längst zum Alltag gewordene Kultur desMilitarismus nicht mehr länger dem Publikum vorenthalten darf. So prägnant und ergreifend erzählt Maoz seine zweiteilige,sich zwingend einmal um sich selbst drehende Geschichte über Trauer, Wut und die Absurdität der Existenz, ein "Warten auf Godot" in Gestalt von "Wege des Ruhms", dass sich sogar die israelische Kulturministerin gezwungen sah, sich zu Wort zu melden: "Es ist ungeheuerlich, dass israelische Künstler die junge Generation dazu anstiften, Lügen gegen die moralischste Armee der Welt mithilfe der Kunst zu verbreiten." Womit sie freilich nur Maoz' Argumentation bestätigt - und zeigt, dass sie sich nicht einmal die Mühe gemacht hat, diesen mit der zwingenden Logik eines Escher-Gemäldes konzipierten Film zu verstehen, ein Werk in der Tradition absurder Antikriegsfilme von "Marx Brothers im Krieg" über "Der große Diktator" und "Wie ich den Krieg gewann" bis "M.A.S.H" und "Catch-22".

Er beginnt wie Oren Movermans "The Messenger", mit der Botschaft an ein Ehepaar aus der gehobenen Mittelschicht von Tel Aviv, dass ihr Sohn in der Erfüllung seiner vaterländischen Pflicht als Grenzsoldat gefallen ist. Maoz spielt diese Situation mit minimalen Mitteln so eindringlich wie möglich durch, um dann im zweiten Segment von "Foxtrot" die Geschichte des Sohnes mit drei weiteren jungen Soldaten vom gottverlassenen Grenzposten in der Mitte von Nirgendwo zu erzählen, ein einsames Höllenloch, das der Regisseur als buchstäblich sinkendes Schiff beschreibt und in dem Langeweile und Ödnis tonangebend sind, bis die Dinge bei der nächtlichen Kontrolle eines palästinensischen Wagens eskalieren. Hier sind die Parallelen zu "Lebanon" am offensichtlichsten, wenngleich der neue Film gewagter ist, irrer, ambitionierter. In der längst bekanntesten Szene des Films sieht man einen der jungen Männer, wie er einen furiosen Pas de deux mit seinem Sturmgewehr hinlegt, die Geliebte des Soldaten, wie man seit Kubricks "Full Metal Jacket" weiß. Dabei haben die meisten Momente diese fiebrige, leicht surreale Qualität in diesem elektrisierenden Film, in dem der Krieg in den Köpfen wütet und sich jederzeit im Alltag manifestieren kann. Und am Schluss wieder da anlangt, wo er begonnen hat. Weil der Kreislauf des Schreckens endlos ist und Krieg keine Moral kennt. Egal, wie moralisch zu sein, die beteiligten Militärkräfte glauben mögen. ts.

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Filmhandlung & Hintergrund zu Foxtrot

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Originaltitel Foxtrot
OV -
OmU -
Genre Drama
Filmpreis -
USA-Start 02.03.2018
Kinostart (D) 12.07.2018
Besucher (D) 22.486
Einspielergebnis (D) € 172.350
Bes. (EDI) 22.486
Bes. (FFA) 19.806
FSK ab 12 Jahre
WWW -
Cast & Crew in Foxtrot
Regisseur Samuel Maoz Künstlerporträt 516836 Maoz, Samuel / 66. Filmfestspiele Venedig 2009 / Mostra Internazionale d'Arte Cinematografica Regisseur © Kurt Krieger
Darsteller Lior Louie Ashkenazi Michael Feldmann
Darsteller Sarah Adler Daphna Feldmann
Darsteller Yonaton Shiray Jonathan
Darsteller Shira Haas Darsteller
Darsteller Yehuda Almagor Darsteller
Darsteller Karin Ugowski Darsteller
Drehbuch Samuel Maoz Künstlerporträt 516836 Maoz, Samuel / 66. Filmfestspiele Venedig 2009 / Mostra Internazionale d'Arte Cinematografica Drehbuch © Kurt Krieger
Produzent
Produktionsdesign
Kamera
Schnitt
Musik
Kostüme
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