Veröffentlicht am 21.12.2017
Dieses bescheuerte Herz Deutschland 2017
Dieses bescheuerte Herz Kinostart 21.12.2017, Deutschland 2017
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Dieses bescheuerte Herz - Filmplakat

Feelgood-Film nach einem Tatsachenroman über eine ziemlich ungewöhnliche beste Freundschaft gegen alle Widerstände.

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Filmkritik zu Dieses bescheuerte Herz

Unwiderstehlicher Feelgood-Film nach einem Tatsachenroman über eine ziemlich ungewöhnliche beste Freundschaft gegen alle Widerstände.

Mit "Mein Blind Date mit dem Leben" landete Marc Rothemund den ersten Kinohit aus deutscher Produktion in diesem Jahr. Und sollten nicht zufällig in den nächsten vier Wochen auf sämtliche Kinos des Landes Meteoriten stürzen oder wie von magischer Hand alle Festplatten gelöscht werden, auf denen der neue Film des 49-jährigen Regisseurs gespeichert ist, wird er auch den letzten deutschen Kinohit des Jahres 2017 für sich beanspruchen können. Punktgenauer kann man emotionale Knöpfe nicht drücken als dieser Film fürs Gemüt, der im Spannungsfeld ziemlich genau zwischen "Ziemlich beste Freunde" und "Honig im Kopf" eine ziemlich wahre Geschichte erzählt. Von einer ungewöhnlichen Freundschaft. Von der Läuterung eines Saulus zum Paulus, eines Hallodris, der für sich entdeckt, dass das Leben mehr zu bieten hat als einen Stammtisch im Münchner P1. Von Überlebenswillen und Humor angesichts des Unausweichlichen. Von der Lust am Leben eben.

Ein Triumph der Konvention im besten Sinne ist "Dieses bescheuerte Herz" geworden, der sein Publikum in den Arm nimmt wie kein anderer Film in diesem Jahr - und Elyas M'Barek im Sog von "Fack Ju Göhte 3" auch als Schauspieler alle Türen öffnet. Nach der Darstellung des Playboys Lenny, Sohn eines Herzspezialisten, der in München in maßloser Unbeschwertheit sein Playboy-Leben diesseits jeglicher Verantwortung und Ambition feiert und mit über 30 nicht mehr vorzuweisen hat als einen unfehlbaren Modegeschmack, muss der aktuell größte Star des deutschen Kinos nicht auf ewig den Zeki Müller geben, den Berufsjugendlichen. Mit der Figur, die er hier spielt, reift auch der Schauspieler M'Barek, der offenbar dem Rat folgt, den zu Beginn des Films das Navi des gerade nach durchfeierter Nacht von ihm im heimischen Pool versenkten Audi gibt, bevor er endgültig absäuft: "Die Route wird neu berechnet." Abgesehen von der alten Junge-trifft-Mädchen-Geschichte erzählt das Kino nichts besser als vom Neuanfang, vom Traum, die eingeschlagene Richtung eines Lebens selbst neu bestimmen zu können. Je hürdenreicher und turbulenter der Weg zur Selbsterkenntnis ist, um so besser, solange am Schluss nur die Läuterung steht. Weil daran in "Dieses bescheuerte Herz" nie ein Zweifel besteht, kann man sich zurücklehnen und den Ritt genießen.

Nach dem Tatsachenroman von Lars Amend blitzsauber und mit gutem Gespür dafür, was Figuren und Szenen menschlich sein lässt, in Drehbuchform gebracht von Maggie Peren und Andi Rogenhagen und von Christof Wahl in gewohnt tolle Kinobilder gepackt, wird besagter Lenny nach einer Eskapade zu viel von seinem Vater dazu verdonnert, sich um den 15-jährigen David zu kümmern - andernfalls bleiben seine Kreditkarten gesperrt. Das ist nicht die beste Ausgangslage, um einem Jungen mit multiplen, einander bedingenden lebensbedrohenden Krankheiten und in schöner Regelmäßigkeit versagenden Organen beizustehen, aber Lenny geht es wie dem Publikum: Vor dem von Philip Noah Schwarz gespielten Jungen streckt man unweigerlich die Waffen. Es ist unmöglich, nicht ergriffen zu sein von dessen Wunschliste von Dingen, die er vor seinem Tod noch machen möchte und auf der Sachen stehen wie: "Einmal von einem Mädchen geküsst werden" oder "Mama wieder glücklich sehen". Dieses bescheuerte Herz ist filmgewordener Heintje-Song, allerdings ist es der beste Song, den Heintje nie gesungen hat. Und in den das Publikum dieses lustigen, bewegenden, schönen und schamlos manipulativen Films millionenfach einstimmen dürfte. ts.

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Filmhandlung & Hintergrund zu Dieses bescheuerte Herz

Lenny, Sohn eines Herzspezialisten, genießt sein Playboy-Leben bis ihm sein Vater nach einer Eskapade zu viel die Kreditkarte sperrt und ihn dazu verdonnert, sich um einen seiner Patienten zu kümmern, den 15 jährigen, schwer kranken David. Der hat eine Wunschliste von Dingen, die er vor seinem Tod noch machen möchte und auf der Sachen stehen wie: "Einmal von einem Mädchen geküsst werden" oder "Mama wieder glücklich sehen". Lenny nimmt sich des Jungen und seiner Liste an.



Lenny, Sohn eines Herzspezialisten, genießt sein Playboy-Leben, bis ihm sein Vater nach einer Eskapade zu viel die Kreditkarte sperrt und ihn dazu verdonnert, sich um einen seiner Patienten zu kümmern, den 15-jährigen, schwer kranken David. Der hat eine Wunschliste von Dingen, die er vor seinem Tod noch machen möchte und auf der Sachen stehen wie: "Einmal von einem Mädchen geküsst werden" oder "Mama wieder glücklich sehen". Lenny nimmt sich des Jungen und seiner Liste an.



Ein Playboy soll sich um einen schwer herzkranken Fünfzehnjährigen kümmern, wenn er nicht will, dass ihm seine Kreditkarten gesperrt werden. Feelgood-Film nach einem Tatsachenroman über eine ungewöhnliche beste Freundschaft.



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Originaltitel Dieses bescheuerte Herz
OV -
OmU -
Genre Komödie / Drama
Filmpreis -
USA-Start -
Kinostart (D) 21.12.2017
Besucher (D) 2.025.446
Einspielergebnis (D) € 16.784.207
Bes. (EDI) 2.025.446
Bes. (FFA) 2.065.014
FSK o.A. (ohne Altersbeschränkung)
WWW -
Cast & Crew in Dieses bescheuerte Herz
Regisseur Marc Rothemund Regisseur
Darsteller Elyas M'Barek Künstlerporträt 921289 M'Barek, Elyas / Deutscher Filmball, München 2015 Darsteller © Kurt Krieger
Darsteller Philip Noah Schwarz Darsteller
Darsteller Nadine Wrietz Darsteller
Darsteller Uwe Preuss Filmbild 893843 Patong Girl / Uwe Preuss Darsteller © Barnsteiner / Yoliswa von Dallwitz / Hanfgarn& Ufer
Darsteller Lisa Bitter Künstlerporträt 880046 Tatort: Blackout / Lisa Bitter Darsteller © SWR/Alexander Kluge
Darsteller Jürgen Tonkel Filmbild 772283 Chefin: Wahrheit, Die / Jürgen Tonkel Darsteller © ZDF/Jacqueline Krause-Burberg
Darsteller Jo Kern Darsteller
Darsteller Lena Meckel Darsteller
Drehbuch Maggie Peren Künstlerporträt 60500 Deutscher Filmpreis 2003 / Maggie Peren Drehbuch
Weitere Darsteller
Drehbuch
Produzent
Buchvorlage
Produktionsdesign
Kamera
Schnitt
Musik
Kostüme
Casting
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