Veröffentlicht am 18.01.2018
Die dunkelste Stunde Darkest Hour, Großbritannien 2017
Die dunkelste Stunde Darkest Hour, Kinostart 18.01.2018, Großbritannien 2017
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Die dunkelste Stunde - Filmplakat

Prächtiger Historienfilm mit viel Emotion und überraschendem Humor über die Tage, in denen sich für den britischen Premier Churchill und sein Land der Zweite Weltkrieg entscheidet.

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Filmkritik zu Die dunkelste Stunde

Prächtiger Historienfilm mit viel Emotion und überraschendem Humor über die Tage, in denen sich für den britischen Premier Churchill und sein Land der Zweite Weltkrieg entscheidet.

Um die schmerzhafte Bauchlandung mit dem teuren Flop "Pan" zu verkraften, kehrt der Brite Joe Wright zu den eigenen Anfängen und auf beeindruckende Weise zurück auf Erfolgskurs. Nachdem er die Schlacht von Dünkirchen bereits in seiner Ian-McEwan-Adaption "Abbitte" thematisiert hatte, seinerzeit in einer längst legendären fünfminütigen Plansequenz, rückt dieser für den Fortbestand Englands entscheidende Moment des Zweiten Weltkriegs wieder in den Mittelpunkt eines Films, den man auch als Begleitfilm zu "Dunkirk" betrachten könnte. Weicht Christopher Nolans Meisterwerk nicht einen Moment von der Seite der am französischen Strand ums Überleben kämpfenden Männer - selbst Churchills "Never surrender"-Rede wird ganz am Ende von einem Soldaten aus der Zeitung vorgelesen -, nimmt "Die dunkelste Stunde" den Zuschauer mit in die Räume der Macht, in denen über das Schicksal der englischen Armee entschieden wird: Wenn sie in Frankreich zerrieben wird, kann sich die Insel nicht länger gegen Nazi-Deutschland verteidigen und wird gewiss fallen, wie schon Holland, Belgien und nun auch Frankreich gefallen sind. Selten weicht die Kamera von der Seite Churchills, der nach mehrjährigem Exil aus der Politik ausgewählt wird, den schwachen Chamberlain als Premierminister abzulösen. Fast nicht wiederzuerkennen ist Gary Oldman, der voll und ganz hinter der Figur verschwindet, die er zu spielen hat - und vor allem John Lithgow und Brian Cox sofort vergessen lässt, die sich in "The Crown" respektive "Churchill" ebenfalls gerade erst an dem bekanntesten englischen Politiker des 20. Jahrhunderts versucht hatten.

Was den Film öffnet, ist neben Wrights visuellem Einfallsreichtum die clevere Entscheidung, die Geschichte aus der Sicht von Churchills neuer Tippse, der für die Handlung erfundenen Elizabeth Layton zu erzählen: Lilly James aus "Downton Abbey" ist mit ihren großen Rehaugen eine optimale Identifikationsfigur, ein einfaches Mädchen, das zunächst von Churchills grober Art eingeschüchtert ist, aber nach und nach auch den Menschen entdeckt, der sich hinter dem barschen Auftreten versteckt: Daraus entwickelt "Die dunkelste Stunde" einen Humor, den man ihm nicht so ohne weiteres zugetraut hätte - und das Drama umso besser funktionieren lässt. Im Kern geht es um die wagemutigen Manöver des mehr und mehr isolierten und längst nicht immer hundertprozentig von seinem Weg überzeugten Premiers, einerseits die Bestrebungen der politischen Kontrahenten einzudämmen, Friedensverhandlungen mit Hitler aufzunehmen, andererseits sein Volk auf einen Kampf einzuschwören, der womöglich nicht gewonnen werden kann. Was zu einem genialen dramaturgischen Kniff führt, Churchill am Tag seiner wichtigsten Rede erstmals die U-Bahn nach Westminster nehmen zu lassen und ihn mit ganz normalen Bürgern zu konfrontieren. Es ist eine emotional höchst befriedigende Präambel für seinen Auftritt vor dem Parlament, den Joe Wright als berauschendes Erlebnis inszeniert. Überwältigungskino kann so schön sein. ts.

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Filmhandlung & Hintergrund zu Die dunkelste Stunde

Mai 1940: Der reichlich unpopuläre Winston Churchill wird britischer Premierminister. Im Gegensatz zu etlichen Regierungsmitgliedern will er sich nicht auf Friedensverhandlungen mit den Nazis einlassen, die einen Großteil Europas schon erobert haben und die britischen Truppen an die Küste Frankreichs zurückgedrängt haben. Wie kann er die Soldaten retten und das britische Volk und das Parlament auf einen Krieg einschwören?



Mai 1940: Der reichlich unpopuläre Winston Churchill wird britischer Premierminister. Im Gegensatz zu etlichen Regierungsmitgliedern will er sich nicht auf Friedensverhandlungen mit den Nazis einlassen, die einen Großteil Europas schon erobert, und die britischen Truppen an die Küste Frankreichs zurückgedrängt haben. Wie kann er die Soldaten retten und das britische Volk und das Parlament auf einen Krieg einschwören?



Churchill muss sich gegen das Parlament und die öffentliche Meinung durchsetzen, um den Nazis die Stirn bieten zu können. Prächtiges Historien-Biopic, für das sich Gary Oldman in der Hauptrolle einen Oscar sitzen konnte.

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Originaltitel Darkest Hour
OV Ja
OmU Ja
Genre Drama / Historienfilm
Filmpreis -
USA-Start 24.11.2017
Kinostart (D) 18.01.2018
Besucher (D) 418.552
Einspielergebnis (D) € 3.559.729
Bes. (EDI) 418.552
Bes. (FFA) 428.322
FSK ab 6 Jahre
WWW -
Cast & Crew in Die dunkelste Stunde
Regisseur Joe Wright Künstlerporträt 379119 Wright, Joe / 64. Filmfestspiele Venedig 2007 / Mostra Internazionale d'Arte Cinematografica Regisseur © Kurt Krieger
Darsteller Gary Oldman Künstlerporträt 672746 Gary Oldman / 68. Internationale Filmfestspiele Venedig 2011 Winston Churchill © Kurt Krieger
Darsteller Kristin Scott Thomas Künstlerporträt 831050 Kristin Scott Thomas / 26. Europäischer Filmpreis 2013 Clemmie © Kurt Krieger
Darsteller Lily James Künstlerporträt 911463 Lily James / Internationale Filmfestspiele Berlin 2015 / Berlinale 2015 Elizabeth Layton © Kurt Krieger
Darsteller Stephen Dillane Künstlerporträt 95971 Dillane, Stephen Darsteller
Darsteller Ben Mendelsohn Künstlergruppe 717701 Ben Mendelsohn / 65. Filmfestspiele Cannes 2012 / Festival de Cannes Darsteller © Kurt Krieger
Darsteller Samuel West Darsteller
Darsteller Hannah Steele Darsteller
Darsteller Ronald Pickup Darsteller
Weitere Darsteller
Produzent
Ausf. Produzent
Produktionsdesign
Kamera
Schnitt
Musik
Kostüme
Casting
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