Veröffentlicht am 05.10.2017
Blade Runner 2049 USA 2017, 3D
Blade Runner 2049 Kinostart 05.10.2017, USA 2017, 3D
  • Blade Runner 2049 / Blade Runner Sequel

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Blade Runner 2049 - Filmplakat

Lange geplante Fortsetzung des Science-Fiction-Kultfilms von Ridley Scott - inszeniert Denis Villeneuve ("Sicario").

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Filmkritik zu Blade Runner 2049

35 Jahre später: Denis Villeneuve dreht eine Fortsetzung von "Blade Runner", die dem Original jederzeit würdig ist.

Seit 35 Jahren rätseln Filmfans mittlerweile, ob Deckard, der von Harrison Ford gespielte Detektiv in Ridley Scotts "Blade Runner", nun Mensch oder ein von Menschen nicht zu unterscheidender Roboter, die hier Replikanten genannt werden, ist. "Blade Runner 2049", die späte Fortsetzung von Regisseur Denis Villeneuve, macht gleich in den ersten fünf Minuten reinen Tisch: Während man noch rätselt, ob es im ersten Moment, wenn Ryan Gosling sich so ruckartig bewegt, nicht so aussieht, als würde seine Figur hochgebootet werden, besteht kurz danach kein Zweifel mehr, dass dieser K ein neues Replikantenmodell in Diensten des LAPD ist, ersonnen vom Industriellen Wallace, dessen Mission es ist, ausrangierte Replikantenmodelle aufzuspüren und zu eliminieren, 30 Jahre nach den Ereignissen des ersten Films. Gleich bei dem ersten Auftrag, dem man als Zuschauer beiwohnt, stößt Blade Runner K auf ungewöhnliche Indizien, die seine Suche nach dem seit Jahrzehnten untergetauchten Deckard in Gang setzen: Nur er, der Blade Runner von damals, kann die Fragen beantworten, die K zunehmend quälen. Wie in allen großen Abenteuerfilmen geht es auch hier um eine Suche nach dem eigenen Ich, je weiter sich K dem Zusammentreffen nähert, dem die Fangemeinde entgegenfiebert und das kein großes Geheimnis ist, weil es in den Trailern zum Film bereits vorweggenommen wird: Die Heldenreise ist hier das Ziel, und sie ist so verrätselnd und irritierend und faszinierend und großartig, wie man es sich nur wünschen könnte.

Man tut gut daran zu erinnern, dass "Blade Runner" 1982 kein Erfolg an den Kinokassen war. Heute gilt die sehr freie Adaption von Philip K. Dicks Kurzgeschichte Do Androids Dream of Electric Sheep? als einer der prägenden Filme der Achtzigerjahre, als visionäres Meisterwerk, dessen coole und kühle Bilder bis zum Geht-nicht-mehr kopiert wurden. Damals jedoch, bei seiner Erstauswertung, spielte er in den USA gerade einmal 27 Mio. Dollar ein. Das sei nicht vorangestellt, um über die Kommerzialität der späten Fortsetzung zu räsonieren. Es ist ein Hinweis, dass das Publikum damals perplex war von der Neuheit des Looks, der Bildgestaltung: Blade Runner war ein Film, der alles auf eine Karte setzte, der eine Pulp-Geschichte mit einer einzigartigen Atmosphäre eines in Neon und ewigen Regen getauchten Los Angeles der nahen Zukunft vermählt - und erst Jahre später zum Meisterwerk erkoren wurde. "Blade Runner 2049" ist ein denkbar anderer Film geworden als das Original, auf einer deutlich größeren Leinwand gemalt, aber er ist nicht minder radikal und kompromisslos nur sich selbst und seiner Erzählung verpflichtet. Auch Villeneuve schickt einen Polizei-Offizier des LAPD auf eine Mission, aber er macht es in Form eines halluzinatorischen Kopftrips, als hätte man Tarkowski das Budget für einen Hollywood-Blockbuster gegeben - ein Gespensterfilm über die Zeit nach der Ära des Homo sapiens, über den Tod, die Toten und die Todgeweihten. Er zeigt eine Welt, in der der Mensch obsolet geworden ist, eine einsame, von Wahn befallene Hülle im Fall des Industriellen Wallace, oder zusammengerottet in Banden oder als Hustler, die ihre Körper (in der wohl irrsten Szene des Films) an Replikanten verkaufen, die sich ihre befristete devote Existenz mit Affären mit beliebig formbaren Hologrammen versüßen: Für diese bedrückende Welt, in der Leben nur ein verhallendes Echo zu sein scheint, lassen Villeneuve und sein begnadeter Kameramann Roger Deakins den Zuschauer Bilder sehen, die wir Menschen kaum glauben können, die so intensiv und gewaltig sind, dass man das Kino am liebsten nie wieder verlassen würde. Wer dachte, dass die Ära des Kinos des Staunens und Wunderns in Zeiten der Computertechnologie vorbei ist, der sieht sich eines Besseren belehrt, wenn man Ryan Gosling als K durch eine Welt greller Oberflächenreize folgt, der ungewöhnlicher nicht sein könnte, bis im dritten Akt das Erscheinen Harrison Fords daran erinnert, dass sich selbst so bizarr und strahlend funkelnde Monolithen wie "Blade Runner 2049" irgendwann den Konventionen unterwerfen müssen.

ts.

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Filmhandlung & Hintergrund zu Blade Runner 2049

LAPD-Cop K entdeckt etwas, dass die Menschheit endgültig ins Chaos stürzen könnte. Er macht sich auf die Suche nach einem ehemaligen Kollegen, Rick Deckard, der ihm helfen könnte. Er war ein Blade Runner, schaltete Androiden aus, die den Menschen gefährlich werden könnten, und verschwand vor 30 Jahren.



Der Replikant "K" macht als Blade Runner ältere Replikantenmodelle ausfindig und liquidiert sie. Bei einem seiner Einsätze wird er auf merkwürdige Hinweise aufmerksam, die ihm nahelegen, dass seine Existenz womöglich wichtiger sein könnte, als es ihm bewusst ist: Vielleicht ist er das einzige Kind einer Replikantin und eines Menschen. Also begibt er sich auf Spurensuche - und fahndet nach seinem möglichen Vater, Deckard, der seit 30 Jahren spurlos verschwunden ist.



Replikant "K" macht sich als Blade Runner auf die Suche nach Deckard, der vor 30 Jahren spurlos untergetaucht ist. Spätes Fortsetzung des Kultfilms von Ridley Scott aus dem Jahr 1982, mit dem sich Denis Villeneuve als Visionär erweist.

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Originaltitel Blade Runner 2049
OV Ja
OmU Ja
Genre Science Fiction / Thriller
Filmpreis -
USA-Start 06.10.2017
Kinostart (D) 05.10.2017
Besucher (D) 959.428
Einspielergebnis (D) € 10.660.393
Bes. (EDI) 959.428
Bes. (FFA) 942.919
FSK ab 12 Jahre
WWW -
Cast & Crew in Blade Runner 2049
Regisseur Denis Villeneuve Agenturporträt/Star 812346 Villeneuve, Denis Regisseur © Anita Bugge/WireImage
Darsteller Ryan Gosling Künstlerporträt 652985 Ryan Gosling / 64. Filmfestspiele Cannes 2011 Darsteller © Kurt Krieger
Darsteller Harrison Ford Künstlerporträt 812999 Harrison Ford / Ender's Game Photocall Darsteller © Kurt Krieger
Darsteller Ana de Armas Darsteller
Darsteller Jared Leto Künstlerporträt 912035 Leto, Jared / Vanity Fair Oscar Party 2015 Darsteller © Kurt Krieger
Darsteller Robin Wright Künstlerporträt 493380 Wright Penn, Robin / 62. Filmfestival Cannes 2009 / Festival International du Film de Cannes Darsteller © Kurt Krieger
Darsteller Dave Bautista Filmbild 801527 Riddick - Überleben ist seine Rache / Riddick / Dave Bautista Darsteller © Universum Film (Walt Disney)
Darsteller Edward James Olmos Künstlerporträt 379988 Olmos, Edward James / 64. Filmfestspiele Venedig 2007 / Mostra Internazionale d'Arte Cinematografica Darsteller © Kurt Krieger
Darsteller Carla Juri Filmbild 790709 Feuchtgebiete / Carla Juri Darsteller © Majestic (Fox)
Weitere Darsteller
Produzent
Ausf. Produzent
Buchvorlage
Produktionsdesign
Kamera
Schnitt
Kostüme
Casting
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Reviews und Kommentare zu Blade Runner 2049
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