Veröffentlicht am 04.10.2018
A Star Is Born USA 2018
A Star Is Born Kinostart 04.10.2018, USA 2018
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A Star Is Born - Filmplakat

Viertes Remake des Hollywoodklassiker über einen alternden Rockstar, der sich in ein junges Talent verliebt und ihr zu einer Karriere verhilft.

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Filmkritik zu A Star Is Born

Viertes Remake des Hollywoodklassiker über einen alternden Rockstar, der sich in ein junges Talent verliebt und ihr zu einer Karriere verhilft.

Auch wenn es sicherlich interessant gewesen wäre, einen "A Star Is Born" von Clint Eastwood zu sehen, in dem Beyoncé Knowles die Hauptrolle spielen sollte, darf man Eastwood dankbar sein für seine Entscheidung, den Stoff an seinen "American Sniper"-Star Bradley Cooper abzugeben, der mit 43 Jahren sein Regiedebüt gibt. Es ist elektrisierend und lebendig, aufregend und erfüllt mit purer Lust, seinen beiden Hauptfiguren so nahe zu kommen, wie es mit filmischen Mitteln möglich ist, auf der Bühne und in ihren Momenten zu Zweit. Nie kommt der Gedanke auf, dass man der fünften Fassung einer sehr alten Geschichte zusieht, erstmals verfilmt von George Cukor 1932 als "What Price Hollywood?", am bekanntesten ebenfalls von Cukor als "Ein neuer Stern am Himmel" mit Judy Garland im Jahr 1954 und zuletzt von Frank Pierson mit Barbra Streisand und Kris Kristofferson im Jahr 1976.

Es ist der quintessenzielle Hollywood-Klassiker, der alles auf sich vereint, was das amerikanische Kino stets ausgezeichnet hat: Aufstieg, Fall, Leidenschaft, Obsession. Nicht von ungefähr merkt die von Cooper gespielte männliche Hauptfigur, der etwas in die Jahre gekommene, aber immer noch erfolgreiche Country-Rockstar Jackson Maine, an, einem Musiker stünden nur zwölf Noten zur Verfügung, um sie zum Schwingen zu bringen, müsse er sie mit seiner Persönlichkeit anfüllen. Er könnte auch über "A Star Is Born" reden. Alternder Star lernt junges Talent kennen und verliebt sich in sie, während sie mit seiner Hilfe Karriere macht, bricht sein Leben zusammen. Auf das Wie kommt es also an. Und da macht Cooper alles richtig. Die Musik stimmt, hymnische Rocksongs, die man sofort mitsingen kann. Die Auftritte sind echt: Gleich zu Beginn ist man hautnah mit dabei, wie Jackson auf dem Weg noch ein paar Pillen zugesteckt werden, wie er seine Gitarre umhängt, sich in seiner Musik verliert, die er nicht mehr so richtig fühlt.

Und der Film hat Lady Gaga, in ihrer ersten ernstzunehmenden Rolle. Es ist eine Offenbarung, die Königin der Verkleidungen, der pausenlosen Neuerfindung, nackt zu sehen, ungeschminkt und unverkleidet, kein Versteckspiel mehr, einfach ein Mädchen mit unendlich Talent und mörderischer Stimme und keiner Möglichkeit, es zur Entfaltung zu bringen. Jackson lernt Ally kennen, als er nachts bei der Suche nach einem Drink in einem finsteren Eck der Stadt in einer Transvestitenbar landet, wo sie auftritt und ein "La Vie en Rose" hinlegt, bei dem nicht nur er, sondern der ganze Kinosaal sich in sie verliebt. Ihre folgenden 24 gemeinsamen Stunden sind der Höhepunkt des Films, so intim, wie ein Studiofilm nur sein kann, so erfüllt von Leben, wie man es vom Hollywood der Siebzigerjahre kannte.

Sie reichen aus, um den Zuschauer genau wissen zu lassen, was folgen wird: Der Alkoholiker, der abstürzen wird. Die Raupe, die zum Schmetterling wird, aber erst dann, als sie sich nach ersten gemeinsamen Erfolgen auf der Bühne von dem Mann, den sie liebt und heiratet, emanzipiert und damit seinen Untergang einleitet. Eine Liebe, die Flügel verleiht, bis es eben nicht mehr möglich ist. Aber Cooper lässt die Szenen ganz anders spielen, als man es erwarten würde, er gibt ihnen Raum zu atmen. Er stellt ihnen wunderbare Nebenfiguren zur Seite, Sam Elliott als viel älterer Bruder Jacksons, Andrew Dice Clay als Vater mit riesigem Herz und ebenso viel Stolz. Er holt verschiedene Darsteller aus den Anfängen seiner Karriere, aus der Serie "Alias", mit an Bord. Er lässt Lady Gaga einmal selbstvergessen, ganz am Anfang in einer kleinen Gasse, während "A Star Is Born" eingeblendet wird, "Somewhere Over the Rainbow" trällern. Oder anders gesagt: Er bringt die zwölf Noten zum klingen, dass man nicht genug davon bekommen kann. Alles richtig gemacht. ts.

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Filmhandlung & Hintergrund zu A Star Is Born

Jackson Maine ist auf dem Höhepunkt seiner Karriere als Rockstar, aber das viele Touren hat ihn mürbe gemacht. Alkohol und Drogen bestimmen seinen Alltag. Die nächtliche Suche nach einer Kneipe nach einem Auftritt führt ihn in eine Drag-Bar, wo er Ally kennenlernt, eine sensationell talentierte Sängerin ohne Aussicht auf Karriere. Jackson verliebt sich in sie und nimmt sie unter seine Fittiche. Doch je mehr es bergauf geht mit ihrer Karriere, desto mehr wird er von seinen Dämonen eingeholt.



Jackson Maine ist auf dem Höhepunkt seiner Karriere als Rockstar, aber das viele Touren hat ihn mürbe gemacht. Alkohol und Drogen bestimmen seinen Alltag. Die nächtliche Suche nach einer Kneipe nach einem Auftritt führt ihn in eine Drag-Bar, wo er Ally kennenlernt, eine sensationell talentierte Sängerin ohne Aussichten auf eine Karriere. Jackson verliebt sich in sie und nimmt sie unter seine Fittiche. Doch je mehr es bergauf geht mit ihrer Karriere, desto mehr wird er von seinen Dämonen eingeholt.



Ein alternder Rockstar verliebt sich in ein junges Talent und verhilft dem Mädchen zu einer Karriere, während es mit ihm bergab geht. Viertes Remake des Hollywoodklassikers, mit dem Bradley Cooper ein fulminantes Regiedebüt gibt und Lady Gaga sich als Schauspielerin von Format erweist.



Prädikat besonders wertvoll

Auszeichnung der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW)
Prädikat: Besonders wertvollGrandios inszeniertes und gespieltes Musiker-Drama von und mit Bradley Cooper und Lady Gaga, in dem eine junge Frau von einem Rockstar, der sich aufgrund seiner Alkoholsucht im Abwärtsstrudel befindet, entdeckt und gefördert wird.

Jackson Maine ist ein Rockstar, der seine besten Zeiten hinter sich hat. Zwar ist die Liebe seiner Fans ungebrochen, aber er selbst kann seine Existenz nur noch mit der Hilfe großer Mengen Alkohol ertragen. Doch eines Abends, in irgendeiner Bar in irgendeiner Stadt, hört er die Stimme der Sängerin Ally auf der Bühne. Er verliebt sich auf der Stelle in die energiegeladene und bodenständige junge Frau und beschließt, sie mit auf Tour zu nehmen. Und während die Welt nach und nach Allys einzigartiger Stimme verfällt und sie zum Star wird, zieht die Alkoholsucht Jackson immer stärker in die Tiefe. Von der ersten Minute an sorgt Bradley Coopers grandioses Regiedebüt A STAR IS BORN für Gänsehautmomente. Ob durch die mitreißende Musik, die eigens von Cooper, Lady Gaga und diversen anderen Künstlern komponiert wurde, die packend inszenierten Live-Performances oder auch die starke Chemie zwischen Cooper und Lady Gaga, die als Ally schlicht eine Sensation ist. Ihre kraftvolle Stimme transportiert in den einzelnen Songs die Emotionen der tragischen Geschichte und lässt die Figur sowohl stark als auch feinfühlig erscheinen. Der dynamischen Kamera von Matthew Libathique gelingt es, die elektrisierende Live-Atmosphäre der einzelnen Auftritte zu transportieren. Und Bradley Cooper inszeniert sich selbst überzeugend als gebrochener und abgehalfteter Rockstar, dessen Alkoholismus nicht nur dabei ist, seine Karriere, sondern auch sein Leben und seine große Liebe zu zerstören. Gerade in diesen Szenen behandelt der Film das Thema Sucht ehrlich und ungeschönt. Coopers Film ist das Remake einer bereits mehrfach erfolgreich verfilmten Geschichte. Als filmisches Ereignis jedoch ist A STAR IS BORN dank seiner Besetzung, Inszenierung und Musik einzigartig - und damit ganz großes Kino.

Jurybegründung:

Als sie aufeinandertreffen, ist sein Stern schon am Sinken und ihrer noch nicht dabei, aufzugehen: Jackson Maine (Bradley Cooper) ist ein Singer-Songwriter, der den Zenit seiner Karriere bereits überschritten hat. Und das liegt vor allem an den selbstzerstörerischen Kräften, den Drogen, Tabletten und dem Alkohol, ohne deren Hilfe er seinen anstrengenden Alltag nicht mehr bewältigen kann. Nach einem Auftritt lässt er sich durch die Stadt fahren, strandet in einer Drag-Bar und trifft dort auf die Kellnerin und Sängerin Ally (brillant und im doppelten Sinne gänzlich ungeschminkt verkörpert von Lady Gaga), die dort inmitten einer fröhlich gröhlenden Menge "La vie en rose" derart gekonnt performt, dass Jackson sofort hingerissen ist von ihr. Dies ist der Beginn von A STAR IS BORN und was dann folgt, könnte beinahe ein Märchen sein. Doch so einfach ist es dann doch nicht. Denn Allys Aufstieg zum Star ist unweigerlich gekoppelt mit Jacksons Absturz ins Nichts - und dass die beiden nicht nur ein Paar auf der Bühne, sondern auch im Privatleben werden, macht aus dem Märchen eine Tragödie.

Kaum zu glauben, dass Bradley Coopers Film das Regiedebüt des erfolgreichen Schauspielers darstellt. Und ebenso unglaublich ist es, dass der Film das bereits dritte (bzw. vierte) Remake eines Stoffes ist, dessen Ursprünge in den 1930er Jahren liegen. Aber vielleicht liegt ja hierin das Geheimnis von A STAR IS BORN - dass er eine Geschichte erzählt, die vom jeweiligen Jahrzehnt unabhängig immer funktioniert.

Dennoch ist die Neufassung von A STAR IS BORN kein Selbstläufer, sondern wurde von Bradley Cooper derart gekonnt inszeniert, dass es eine wahre Freude ist. Stilistisch pendelt der Film zwischen dreckigen, rauen Konzertszenen zu Beginn und dann wieder langsameren und zärtlicheren Einstellungen, liebevollen Beobachtungen von Beziehungen und Abhängigkeiten. Und dann auch immer wieder Szenen, die fast dokumentarisch die Licht und Schattenseiten des Musikbusiness beleuchten. Dass Lady Gaga innerhalb des realen Musikbusiness als extrem eigenständige Vertreterin immer wieder ihre Stimme gegen Missstände erhebt, gibt dem Film eine weitere zusätzliche Ebene, eine Doppelbödigkeit, die den Reiz der Story aber niemals unterläuft. Neben ihr, der schauspielerischen Newcomerin, deren bisherige Rollen sich auf kurze Rollen und Serien beschränken (AMERICAN HORROR STORY - HOTEL, MACHETE KILLS), sind es aber auch Cooper selbst, der hier an seine Rolle in SILVER LININGS heranreicht sowie ein durchweg großartig besetztes Ensemble, die den ganz besonderen Reiz des Filmes ausmachen. Und natürlich das unverkennbare Talent des Regisseurs, der die große Geste ebenso beherrscht wie die kleinen, feinen Nuancen und Zwischentöne.

Mit A STAR IS BORN gelingt Bradley Cooper das Kunststück, ein Märchen mit einer großer Tragödie, einen Musik- mit einem Beziehungsdrama, einen ungeschönt realistischen Blick mit der ganzen Kraft einer fiktionalen Geschichte zusammen zu bringen und daraus einen Film zu formen, der mitreißt und begeistert, der emotional berührt und dennoch zum Nachdenken anregt.
Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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Originaltitel A Star Is Born
OV Ja
OmU Ja
Genre Drama / Musical
Filmpreis -
USA-Start 05.10.2018
Kinostart (D) 04.10.2018
Besucher (D) 918.202
Einspielergebnis (D) € 8.198.622
Bes. (EDI) 918.202
Bes. (FFA) 716.736
FSK ab 12 Jahre
WWW -
Cast & Crew in A Star Is Born
Regisseur Bradley Cooper Künstlerporträt 835731 Cooper, Bradley / 64. Berlinale 2014 Regisseur © Kurt Krieger
Darsteller Bradley Cooper Künstlerporträt 835731 Cooper, Bradley / 64. Berlinale 2014 Jackson Maine © Kurt Krieger
Darsteller Lady GaGa Künstlerporträt 959603 Lady GaGa Ally © Universal Music
Darsteller Sam Elliott Künstlerporträt 356582 Elliott, Sam / 60. Filmfestival Cannes 2007 Bobby © Kurt Krieger
Darsteller Dave Chappelle Darsteller
Darsteller Anthony Ramos Darsteller
Darsteller Bonnie Somerville Darsteller
Darsteller Andrew "Dice" Clay Darsteller
Darsteller Michael Harney Darsteller
Drehbuch Eric Roth Drehbuch
Drehbuch
Produzent
Ausf. Produzent
Buchvorlage
Produktionsdesign
Kamera
Schnitt
Kostüme
Casting
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News & Stories zu A Star Is Born
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